Samstag, Oktober 31, 2009

am Netzpo

Deutschlands Dampfblogger sind im Aufruhr: das klickibunti-Blog "nom nom nom" war für ein langes Zitat aus der "Zeit" abgemahnt worden. Die Abmahnung wurde mittlerweile zurückgezogen; was immer noch im Netz schwappt, von Spreeblick nach netzpolitik usw., ist eine trübe Welle der Empörung, die bis zu "wehret den Anfängen" und ähnlichem Dummschwätz aufschäumt.

Das Abmahnwesen ist mir natürlich auch zuwieder! Andererseits muss man festhalten, dass nomnom im inkriminierten Fall zu 256 Worten Zitat gerade mal 29 Wörter Einleitung gepappt hat, bum, fertig ist der Blogeintrag. Und in den anderen Beiträgen sieht es nicht besser aus. Überwiegend verlinkte youtube-Videos - ich würde sowas ein Zweitverwertungsblog nennen. Kreativität oder wenigstens ein Krümel von eigener Meinung - Fehlanzeige; das Ding läuft auf dem Niveau eines Poesiealbums. Schön bunt, das kleb ich ein.

Auf jeden Fall ist nicht, wie es "netzpolitik" und Konsorten zu glauben scheinen, die Meinungsfreiheit oder die Demokratie bedroht, wenn ein lahmes Nachplapperblog unter zehntausenden an einen Abmahner gerät. Kein Grund sich aufzuplustern und mit albernem Enthüllungsgestus in der Biografie der Texturheberin herumzugoogeln. "Man kann auch ... nach ihrer" - linksalternativen - "Vergangenheit fragen"? Bitte, das ist einfach nur peinlich! Und eine Steilvorlage für aus Richtung PI-News angeschwemmte Naziblogger, die in unverkennbarer Hetzmanier von "linksalternativen Gutmenschenvisagen" schäumen.

Worum also der ganze Aufruhr? Schon im ursprünglichen Text der Zeit geht der Informationsgehalt schnell gegen Null. Irgenjemand, der mal im selben Gebäude wie Obama war, hat sich scheiden lassen. Gottlob haben wir Pressefreiheit, dass sowas auch ans Licht kommt. Ausgewalzt über die Zeit, nomnom, eine Abmahnung, spreeblick und ganz hinten netzpo bleibt am Ende nur heisse Luft, fuuuu! Fest steht: wer keine Meinung hat, den kann man auch nicht der Meinungsfreiheit berauben.

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Donnerstag, Oktober 29, 2009

Aus den besten Absichten

Clemens Verenkotte von der ARD hat einen Bericht gemacht. Darin berichtet er über einen Bericht von Amnesty International (AI). Amnesty wiederum berichtet, zahlreiche Berichte erhalten zu haben, die Palästinenser hätten zu wenig Trinkwasser. Daran sei Israel schuld, denn Israel verteile das Wasser ungerecht, verschmutze es und hindere die Palästinenser am Bohren von Brunnen.

Mal abgesehen von der Frage, ob Amnestys Zahlen überhaupt stimmen, ist "Wasser für Palästina" doch eigentlich eine übermäßig bescheidene Forderung. Warum gibt es keinen allgemeinen Wohlstand für alle, und das Wasser gratis zum Essen? Es hat wohl irgendwas mit der Ökonomie zu tun, im Falle der Palästinenser auch noch mit einer ihrer beiden extrem korrupten und gewalttätigen Regierungsparteien. Davon will AI aber nicht reden, das verbietet schon die Fixierung auf die Menschenrechte, die nicht nur in ihrer Existenzform als Verträge zwischen objektiv gewalttätigen Staaten ein ziemlich trüber Witz sind, sondern die schon inhaltlich mit ihrer Fixierung des Rechts auf Eigentum einen Grundstein der Probleme zementieren, die sie zu lösen vorgeben.

Konsequenterweise kristallisiert sich die impotente Weltverbesserungsideologie von Vereinigungen wie AI besonders gerne dort, wo man meint, klare Fronten und eindeutige Verantwortliche für die Mißstände nennen zu dürfen. Wer säuft palästinensischen Kindern den letzten Tropfen Wasser weg, und wer vergiftet ihre Brunnen? Ewig nur der Israeli. Das weiss doch jedes Kind; und plappert es nach, bevor es Akkumulation sagen kann. Genau so wächst Faschismus aus den besten Absichten der Bürgerlichen Gesellschaft.

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Freitag, Oktober 09, 2009

And what about Bush?

After Kissinger and Duc-Tho (1973), as-Sadat and Begin (1978), Mandela and de Klerk (1993), Rabin, Peres and Arafat (1994), and el-Baradei and the IAEO (2005), they should definitely have given this year's Nobel Peace Prize to Barack Hussein Obama and George Walker Bush.

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Briefe an die Leser (3)

Sehr geehrte ARD, lieber Herr Zentis. Sie wünschen mir spannende Unterhaltung im Ersten mit Belfrutta von Zentis. Dieses Angebot kann ich leider nicht annehmen. Wenn Sie statt dessen in Erwägung ziehen möchten, sich ihre drecksreaktionären Nazischnulzen in den Arsch zu stecken? Nehmen Sie ihren beschissenen Zuckerglibber als Gleitmittel. Hochachtungsvoll.

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Freitag, September 18, 2009

Where the kids aren't allright

Neun Tage vor den Erwachsenen durften auch die Kinder Bundestagswahl spielen. Dabei fällt unschön auf, dass in in Sachsen 13% der Kinder und Jugendlichen NPD "gewählt" haben. Im braunen Sumpf Zwickau waren es sogar 22%, dazu drei Prozent REPs und 25 % CDU.

Die nächsten Wahlen werden mit Spannung erwartet. Wird Adi Kotzkopfski neuer Klassenführer, oder muss er sich seinem innerparteilichen Konkurrenten Meik Hilter geschlagen geben?

Franz-Josef Strauß soll mal gesagt haben, rechts von ihm gäbe es nur noch die Mauer (oder so ähnlich). Da hatte er wohl recht.

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Sonntag, August 23, 2009

Röhl viel schlimmer als Schaeffler

Was hat - nach Lektüre dieses Artikels - die Schreibkraft Bettina Röhl mit Stalin, Honecker und den meisten anderen Führern des Realsozialismus gemein? Es ist die (tatsächliche oder vorgetäuschte) Ignoranz der Tatsache, dass der Sozialwissenschaftler Karl Marx sehr wohl die Rolle der bürgerlichen Wirtschaft als Fortschrittsmotor erkannte und reflektierte. Eine solche Differenzierung trägt natürlich nichts zur Schärfe einer parteipolitischen Polemik bei, und fällt damit nicht in Frau Röhls Fach.

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Donnerstag, August 20, 2009

Roboter immer billiger!

Sind wahrscheinlich Auslaufmodelle?

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Montag, August 10, 2009

Menschenverachtende Grenzregime

Die "Arbeitsgemeinschaft 13. August e.V." (nach deren Geschichte zu googeln übrigens auch nicht uninteressant ist) hat ein breites Medienecho für ihre Pressemitteilung erhalten, nach der sie recherchiert habe: die Deutsche Teilung habe zwischen 1945 und 1989 genau 1347 Todesopfer gefordert. Kein Medienecho erhielt der Hinweis, dass an den EU-Aussengrenzen allein in der ersten Jahreshälfte 2009 mindestens 459 Menschen umkamen, oder dass die US-amerikanische Border Patrol für das Jahr 2007 über 500 Tote an der Grenze zu Mexiko registrierte.

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Samstag, Juni 20, 2009

Rasen betreten verboten

... andernfalls wird geschossen.

Edit: man soll nicht ungerecht sein - das war ein Einzelfall. Überwiegend ging die Polizei mit einer ruhigen Hand gegen die Protestierer vor.

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Sonntag, Mai 24, 2009

Deutschland feiert Geburtstag...

... und hat sechshundertausend Idioten zur Party eingeladen. Bundeswehrpanzer; Sechzehnjährige, die Horst Köhler "gut" findet, "die andere Kandidatin aber auch"; Udo Jürgens, der genau wie die anderen Idioten angeblich "noch niemals in New York" war; Thomas Gottschalk, der das deutsche Bildungssystem lobt, ohne jemals etwas davon abbekommen zu haben; Uli Zelle, die Simmungsneutronenbombe vom Reichsfunk Berlin-Brandenburg; Nina Hoss und Ulrich Matthes, die "Prominenten Texte über Deutschland vorlesen"; und all die anderen Arschlöcher. "Eine positive Grundstimmung ist ja schon die halbe Miete". Genau. Ich bin im Rückstand.

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Samstag, Mai 23, 2009

Raus auf die Straße!

Die Kommunisten haben soeben Benno Ohnesorg erschossen! Raus auf die Straße, nieder mit dem Schweinesystem!

Donnerstag, Mai 21, 2009

Boulevard-Scheisse

Das Wörtchen "Boulevardscheisse" bringt es bei Google nur auf 214 Treffer, da dachte ich, ich sage es auch noch mal: Boulevardscheisse, Boulevardscheisse, Boulevardscheisse.

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Samstag, Mai 16, 2009

Kein Verständnis

Wenn Franzosen streiken, dann wundern sich die Deutschen: "Die Türen zum Campus waren abgeschlossen. Man kam über[haupt] nicht zum Studieren", so die verhinderte Streikbrecherin Eva (22) aus Bonn, die sich weiter beklagt über "extreme Leute, die während der Vorlesung in den Hörsaal rennen, pfeifen, schreien und "Sorbonne en grève" rufen. Dafür habe ich dann nicht mehr viel Verständnis". Potztausend. Pfeifen und schreien, wo Eva ihre Eintrittskarte zur Verwaltungselite erwerben will? Hallo Polizei, wo bleibt das Erschiessungskommando. Man darf wohl annehmen, dass jemand, der mit 22 so kritikunfähig und affirmativ ist, mit spätestens 33 dazu beiträgt, eine faschistische Regierung ins Amt zu wählen.

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Montag, Mai 11, 2009

O2 vs. T-dingsda

Mittwoch, Mai 06, 2009

doing the numbers

"Beim Stab des Polizeipräsidenten sind heute weitere Meldungen von Polizeibeamten eingegangen, die am 1. Mai verletzt worden waren. Somit sind aktuell 479 Polizisten mit Verletzungen registriert. (...) 27 dieser 479 Verletzten traten vom Dienst ab, 19 Polizisten mussten ambulant behandelt werden." *

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Sonntag, April 19, 2009

Schere, Messer, Licht...

In Erfurt räumten Spezialeinsatzkräfte der Polizei ein seit mehreren Jahren besetztes Haus, in dem sich ein alternatives Kultur- und Wohnprojekt befand. Laut MDR fand die Polizei dabei "Nagelbomben und eine Machete". Man darf wohl ohne weiteres annehmen, dass es sich bei den "Nagelbomben" um handelsübliche Tüten mit Nägeln handelt, und die Machete in der Nähe eines Stoßes Brennholz gefunden wurde. Bleibt die Frage: wann wird eigentlich das terroristische Waffenlager "OBI" gestürmt?

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Montag, März 30, 2009

Kurznachrichten

Kiel. Der bisherige Chef der Industrie- und Handelskammer Kiel, Biel, wird neuer Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein. Er folgt Werner Marionette (CDU) nach, der am Sonntag zurückgetreten war.

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Dienstag, März 17, 2009

Wirtschaftswahrsager

Die ganzen "Wirtschaftsindizes", "Konjunkturbarometer" und sonstigen Kristallkugeln von DIW, ZEW etc. werfen regelmäßig widersprüchliche Prognosen aus. Jetzt ist auf einmal wieder doller Optimismus angesagt, im Februar war Weltuntergang prognostiziert, im Januar Optimismus... und so weiter. Und die Medien stürzen sich auf jede Veröffentlichung, als wäre die Zukunft in Stein gemeisselt. Hey, wir haben eben das Wetter für den 28. August berechnet, es gibt Regen. Nein Sonne. Nein Regen. Quatsch, Sonne. Nein, ....

Nachschlag: Morgens Optimismus - abends Pessismismus. Hinter den Prognosen müssen verschiedene Interessen stehen; oder eine manisch-depressive Erkrankung.

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Dienstag, März 10, 2009

Ich wünschte ich würde mich für Tennis interessieren...

... singt Tocotronic. So geht es mir auch, denn der ödeste Sport der Welt wurde gleich zweimal zum Prüfstein der politischen Verhältnisse in Europa.

In Malmö wurde von einem Spiel zwischen Schweden und Israel das Publikum ausgesperrt; die Stadtregierung aus Sozialdemokratischer und Linker Partei rechtfertigte diese Maßnahme mit Sicherheitsbedenken. Was sich im Nachhinein bestätigen sollte, denn bei der anschließenden Demonstration gegen die Anwesenheit der jüdischen Sportler, an der sich auch das lokale Franchise der "Antifaschistischen Aktion" beteiligte, kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen. Wie eine Bande nazistischer Oberschüler in Pforzheim steht also auch die schwedische Linke parteiübergreifend hinter der Parole "Spielt nicht mit Juden".

In einer ganz anderen Angelegenheit entschied der Europäische Gerichtshof, Reisende in Europa müssten sich nur an veröffentlichte, nicht aber an geheime Verordnungen halten, die vom Brüsseler Exekutiv-Klüngel erlassen werden. Konkret dürfen Reisende nicht von Flügen ausgeschlossen werden, wenn sie Gegenstände im Handgepäck mitführen, die auf einer geheimen EU-Liste stehen. Geklagt hatte ein Tennisspieler, der am Flughafen Wien wieder aus der Maschine aussteigen musste. Die Tagesschau berichtet: "Trotz des Verbots entstehe keine rechtliche Lücke. Die Europäische Union hatte bereits im Sommer eine neue Verordnung erlassen und deren Anhang auch veröffentlicht. An Bord verboten ist danach unter anderem jedes stumpfe Instrument, das Verletzungen hevorrufen kann", was einem sofortigen Flugverbot für die europäischen Staats- und Regierungschefs gleichkommt, auf deren Geist diese Beschreibung zutreffen dürfte.

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Samstag, Februar 07, 2009

Friiiiiieden! Friiiiiieden!

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Donnerstag, Februar 05, 2009

Deutsche Journalisten

Ich wollte eigentlich einen kleinen Text dazu schreiben, aber man lese doch einfach selber nach: wie der ARD-Korrespondenten Carsten Kühntopp einen Holocaust in den Palästinensergebieten entdeckt, was Haribo und das Waschen seines SUVs mit der typisch israelischen Brutalität zu tun haben, und was die Titanic dem Herrn aus Amman zu sagen hat.

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Sonntag, Januar 25, 2009

Jawohl, mein Industrieführer!

Der Manager Hans-Peter Keitel ist neuer Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), und lässt mit klaren Anweisungen zur Lösung der Wirtschaftskrise nicht lange auf sich warten. Es müsse "eine Schuldenbremse gesetzlich oder verfassungsrechtlich verankert werden", so Keitel. Ausserdem fordert er "Steuersenkungen ... für die Leistungsträger, die uns jetzt aus der Krise führen". Und so weiter.

Darauf gibt es natürlich nur eine richtige Antwort: "Jawohl, Herr Industrieführer Keitel! Steuen senken, Verfassung ändern! Der Pöbel Reeechts-um! Im Gleichschritt! MARSCH!"

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Dienstag, September 09, 2008

Wer den Schaden wählt...

Wer den Schaden wählt, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

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Wer wählt eine verprügelte Partei?

Müntefering, das ist mein Mann. Durch nichts qualifiziert als durch eine große Klappe und einen milieuuntypischen Hang zum großbürgerlichen, war er vor kurzem noch von Parteiausschluss bedroht, da er im Interesse der Energiekonzerne dazu aufrief, seine Partei nicht zu wählen. Allein, ihn rauszuschmeißen gelang nicht, und wenige Monate später putscht er sich an die Parteispitze. Das ist bemerkenswert, nicht im Sinne einer demokratischen Entwicklung, sondern als bloße, machiavellistische Machtgeschichte, ähnlich wie sie Brecht anhand seines Arturo Ui beschrieb. Fühlt man sich zur Gratulation verpflichtet, wie z.B. die Tagesschau, muss man schon erhebliche metaphysische Klimmzüge unternehmen: es wird da von der Wiederauferstehung von Tigern geraunt, die als Beweis ihrer Integrität angeben, eine rote Krawatte und eine alte Schreibmaschine zu besitzen.

Das ist ja ganz lustig, geradezu magisch, vorausgesetzt jedenfalls, man begreift Politik als Kaspertheater, dessen Qualität sich daran bemisst, wie doll der Kasper Müntefering das Teufelchen SPD verhaut. Aber wer will eine verprügelte Partei wählen? Die Tagesschau gibt ein paar Tips, "Merkel schätzt den Mann über alles", das wäre schon mal eine Stimme. Für die Behauptung, dass "auch Arbeitnehmer ihn wählen können" muss allerdings schon ein leibhaftiger Politologe aufgefahren werden, billiger ist diese Aussage nicht zu bekommen. Meine kostenlose Prognose für die nächte Bundestagswahl liegt bei einem oder zwei Prozent, die man der FDP wegnehmen kann, wenn es gut läuft. Müntefering wird jedenfalls auf Stimmenfang an der Basis gehen und Deutschlands Kaspertheater bereisen müssen. Anderswo werden sich kaum Wähler finden lassen, die sich für die extrem personalisierte, radaumäßige Selbstbedienungs-Politik einer bürokratischen Seilschaft begeistern lassen, die sich gerade an die SPD-Spitze geboxt hat.

Corinna Emundts, "Der rote Schal weht wieder",
www.tagesschau.de/inland/muentefering168.htm

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Mittwoch, Juli 16, 2008

Tag der Freude

Jaber Weshah, stellvertrender Direktor des "Palestinian Center for Human Rights in Gaza", sagte: "Heute ist ein wahrer Tag der Freude für alle Palästinenser und alle Freunde der Freiheit auf der ganzen Welt". Was war passiert?

Ein unter deutscher Vermittlung eingefädelter "Austausch" zwischen Israel und der in Libanon ansässigen Hisbollah-Miliz. Israel übergab fünf Gefangene, darunter wie verlangt Samir Kuntar. Dafür erhält man die Leichen zweier von der Hisbollah entführten israelischen Soldaten, von denen mindestens einer während seiner Gefangenschaft umkam.

Samir Kuntar wird von der Hisbollah als Held gefeiert; "Gottes Werk durch unsere Hände" war eine der Parolen. Was hat er heldenhaftes getan? Nun, er hat einer vierjährigen, israelisch-faschistische Besatzerin mit seinem Gewehrkolben den Schädel zertrümmert. Bei der Hisbollah ist dieses komplette Eingeständnis ihrer eigenen Barbarei ein großes PR-Spektakel wert, das bei ihrer Klientel offenbar gut ankommt.

Wahrlich, ein Tag der Freude für alle Freunde der Freiheit, der Menschenrechte und des islamistischen Faschismus.

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Donnerstag, Juli 10, 2008

Die Macht der Suggestion

Man muß nur die richtigen Suggestivfragen stellen, vielleicht auch noch wie ein rechter Schwurbelkopf aussehn und von Weizsäcker heißen, schon kriegt man lustige Umfrageergebnisse wie dies: daß die meisten Menschen sich freuen würden, noch mehr für Energie zahlen zu müssen; weil sie dann weniger Geld haben, weniger mobil sind und obendrein etwas zum Wohl der armen Energiekonzerne beitragen. Hurrah!

Donnerstag, Juni 26, 2008

Warum hat die deutsche Fußballnationalmannschaft...

... im Halbfinale beinahe gegen die Türkei verloren?

Ob das am Ballack?

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Mittwoch, April 23, 2008

Wer hat sich verraten?

Wolfgang "Kaviarschnittchen" Clement wird nicht aus seiner Partei ausgeschlossen, obwohl er öffentlich dazu aufgerufen hatte, die alte Tante SPD nicht zu wählen. Jetzt sind natürlich alle Dämme gebrochen.

So quarkt wohl bald die Juso-Vorsitzende A. Nahles: "Natürlich ist die SPD ein windelweicher, prinzipienloser Sauhaufen, sonst wäre ich ja nicht drin. Wählen sie irgendwas anderes, vielleicht die Grauen Panther, die wissen wenigstens was sie wollen, äh, wovon reden wir gerade?".

Und Rechtsnudel Brigitte Zypries-Hill rapt uns eins: "Rechts von uns ist nur noch die Wand man, Hand on the Glock, alles klar? Wer uns wählt ist wirklich selber schuld, insane in the Membrane, ha! You spell it De-mo-kra-tie, stupid Motherfucker!"

Dienstag, April 22, 2008

Ein Reaktionär besonderer Qualität...

... ist - Überraschung! - der deutsche Bauernführer, Gerd Sonnleitner: "Auch der Präsident des deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, sah in den Geschäften an den Warenterminbörsen eine Ursache für die Preissteigerungen. 'Die Heuschrecken richten sich nun auch auf Agrarrohstoffe', sagte Sonnleitner in der ARD. Bei den Nahrungsmitteln trieben Spekulanten genauso ihr Unwesen wie bei den Banken." Q

Heuschrecken fressen Getreide, na sowas. Schuld an der Krise ist also nicht etwa eine verfehlte Agrarpolitik, die dem Sonnleitnerschen Klientel für die Stillegung von Anbauflächen oder die Verspritung von Nahrungsmitteln Milliarden an Steuergeldern den Bauernarsch schiebt, sondern der wurzellose Spekulant.

vgl. auch

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Samstag, März 29, 2008

Kalte Welt (2)

Die anhaltende US-Finanzkrise erreicht inzwischen die Mittelschicht: Auch gut situierte Bürger können die steigenden Kosten fürs tägliche Leben oft nur mit Mühe bezahlen. (...) "Viele Leute haben in der Immobilien-Krise Geld verloren und sind nun klamm", sagt Yachtenmakler Dave van den Arend. Bei ihm kauften sie vielleicht noch ein Boot, sparten aber an der Ausstattung. "Oder sie begnügen sich mit einem kleinen gebrauchten Boot", ergänzt er. Q

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Donnerstag, März 13, 2008

Zombiefilmkritik

"The Omega Man" mit Charlton Heston (1971) vs. "I am Legend" mit Will Smith (2007). Beide basieren auf dem selben SF-Roman aus den 50ern. Die Menschheit ist an 'nem Virus verstorben und der vorletzte Überlebende schlägt sich in urbaner Umgebung mit Zombies herum. Und, auch wenn das nicht überall angekommen zu sein scheint, ist natürlich "Omega Man" der bessere Film.

Dessen Zombiesekte ist (in Grenzen) intelligent, und sucht nicht nur die beissende, sondern auch die argumentative Konfrontation mit Heston. Sie formuliert sogar Ansprüche: nämlich die neue Zivilisation zu sein; im Streifen von 2007 gibt es nur grunzende Wuselmutanten, die obendrein schlecht animiert sind und alle mit dem gleichen aus "Die Maske" geklauten Unterkiefer-Dehn-Algorithmus und der gleichen sandigen Hauttextur versehen wurden, gähn.

Auch die Überlebenden sind bei "Omega Man" besser gezeichnet, sie haben eine Motivation, ein Leben bevor Heston sie aufgabelt; der Junge versucht mit der Sekte zu kommunizieren, was ihn das Leben kostet: großartiger Plot: die Jugend glaubt an Verständigung und geht dafür drauf. Im 2007er-Streifen gibt es nur diese Psycho-Tussi, die unmotiviert auftaucht, irgendeine Scheisse von Gott faselt und dann - Schnitt - im wundersamen Amish-Überlebensdorf landet, so ein Müll.

Auch das Opfer am Ende: Heston versucht, seine Geliebte zu retten, hält sich sterbend noch eine Nacht über Wasser, in geradezu gekreuzigter Pose, um mit letzter Kraft das rettende Serum zu überreichen. Will Smith dagegen macht den Selbstmordattentäter, BUMM! (wenn sich die Idioten im Irak in die Luft sprengen können ist das ja wohl auch für die Abendunterhaltung gut genug!). Darüber rege ich mich am meisten auf, das ist wirklich unzumutbar.

Von Charakter und Stil der Hauptfiguren ganz zu schweigen - Whisky, Schach und Woodstock vs. Rührei-an-die-Wand-werfen und Shrek. Na, vielleicht soll man das als Fortschritt betrachten - realistisches Spiel - wenn einem sein Hundi von Zombis gefressen wird, tickt man halt aus und schmeisst Sachen rum - sehr realistisch, bitte kein falsches Übermenschentum im Kino, wir haben ja nicht mehr die Siebziger - Aber zum Teufel, WER will sowas SEHEN???

Und dann diese analen "Verbesserungen" wie diese: Heston geht schon in der ersten Viertelstunde beinahe drauf, weil er den Sonnenuntergang im Kino vertrödelt - Willi Smith programmiert täglich seine Armbanduhr mit Vor- und Hauptwarnung nach der Sonnenuntergangstabelle, damit er rechtzeitig die Fenster verrammeln und 'ne DVD einlegen kann, JAUL!

Was "I am Legend" bleibt ist das ausgefeiltere Szenenbild - daß die Stadt langsam zuwächst ist natürlich realistischer. Wobei "Omega Man" mit dem kühlen 70er-Charme ästhetisch auch funktioniert, stellenweise sogar deutlich besser. Zum Bleistift Smith's peinlich animierten Ford Mustang - vielleicht macht die 17jährigen sowas an, aber wenn ich einen Kinofilm sehe will ich NICHT dass es absichtlich so aussieht wie auf der Scheissplaystation!

Kurz und knapp: "Omega Man" hat (in den Grenzen eines Endzeit-Zombie-Films) GEIST und STIL - "I am Legend" hat das nicht für 10 Cent, ist dafür aber schnell, shocking und quietschbunt, genau das richtige für die Aufmerksamkeitsspanne der Generation Polyphon-Klingelton.

Wem's nicht auffällt, dem haben halt die 2000er Jahre und ihr serieller Dauerschwachsinn schon gründlich das Gehirn verblitzdingst.

Sonntag, Januar 27, 2008

Diffamierung überflüssig

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) führte die hohen Verluste der hessischen CDU auf eine "Diffamierungskampagne gegen Roland Koch" zurück - und nicht etwa auf dessen dummes, rechtes Geschwätz, seine Ekelvisage, oder den russischen Winter.

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Donnerstag, Dezember 27, 2007

Nee was ham wir jelacht

Man kennt ja das Heimatvertriebenengedöns, garantiert humorfreie Anekdoten und ausgesucht ranziges Liedgut werden auf CDs gepresst und an demenzkranke Revisionisten vertickt. Dieser Ostpreussen-Titel hat mich dann aber doch beeindruckt. Willy Rosenau singt und spricht, Respekt. Nur: wer ist der senile alte Sack in dem albernen Hemd?

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Mittwoch, Dezember 19, 2007

Use VoIP and die

Die IT-Riesen Google, Intel, Microsoft und Skype haben sich am Freitag in einer Vereinigung zur plan- und bandenmäßigen Unterlassenen Hilfeleistung zusammengeschlossen. Dem Interessenverband "Voice on the Net Coalition" geht es darum, einen Gesetzentwurf der Europäischen Union abzuwehren, der VoIP-Anbieter zur Unterstützung und Weiterleitung telefonischer Notrufe verpflichten soll. Stephen Collins, Manager für Regulierungs-Angelegenheiten bei Skype, erklärte, die Regelung könne für Dienste, bei denen Notrufe nicht benötigt würden, beispielsweise webbasierte Telefonie-Angebote oder Kommunikationstechniken für Menschen mit Behinderungen, "Innovationen verzögern und den Zugang zu innovativen und aufstrebenden Kommunikationsformen behindern". Langweilig. Dass Behinderte, die einen Notarzt benötigen, Hemnisse für Innovation und Wirtschaftswachstum sind, ist in gewissen Kreisen ja schon lange bekannt.

Samstag, Dezember 08, 2007

Statussymbol

Mobiltelefone sollen liquidität ebenso darstellen wie weltläufigkeit, kommunikations- sozial- und technikkompetenz ... holt man sein nokia 7000 raus, liegen einem alle schönen und intelligenten frauen zu füßen. Ich habe aber nur ein uraltes, abgegriffenes siemens, das ich von meinem vater geerbt habe, und das schon neu nicht hip war. Dementsprechend sah die in mehreren jahren einzige kommunikation über dieses gerät mit fremden so aus, dass ich, in einem chinaimbiss essend, vom dick bebrillten verkäufer angesprochen wurde: "Diese Handy habe ich auh gehabt! War (im jahr) 2000, ha ha ha! Mein ist aber kaputt jetzt, ha ha ha!". Nett. Nur nicht ganz wie in der werbung versprochen.

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der gute rat

"Vereinfachen Sie ihr Leben", quarkt mich das titelblatt von "Men's Health LIVING" an, hinterlegt mit einem fotomodell, das sich sichtlich angestrengt in einem sessel räkelt. Hab den guten rat gleich befolgt und das heft gar nicht erst angefasst.

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Sonntag, Dezember 02, 2007

Demokrat ist, wer uns in den Kram passt.

Auffällig, wie oft der Russische Präsident Putin seinen Rivalen Kasparow festnehmen lässt. Eine reine Image-Sache - der Herr möchte im In- und Ausland als rücksichtsloser Autokrat gesehen werden.

Genauso auffällig ist allerdings, wie sehr Kasparow und seine Koalition "Anderes Russland" von den deutschen Medien über den grünen Klee gelobt werden. Nie habe ich hier auch nur ein einziges Wort davon gehört, dass unter den Koalitionären des Musterdemokraten Kasparow die sogenannte "Nationalbolschewistische Partei" ganz vorn dabei ist. Das geht so weit, dass deren Führer und Oberxenophob Limonow im Deutschlandfunk gerne mal als erfrischend unkonventioneller Autor gepriesen wird, und nicht etwa als die gemeingefährliche, faschistische Dreckschleuder die er ist, und gegen den Putins Gepolter nach Mädchenpensionat aussieht.

"Demokrat" im Sinne der deutschen Medien ist eben immer nur, wer den (tatsächlichen oder in vorauseilendem Gehorsam angenommen) Interessen Deutschlands dient - und die liegen hier scheinbar tätsachlich in einer Destabilisierung der russischen Regierung, vgl. DHL-Streit, Pipeline-Theater usw. Wer glaubt, aus solchen Medien irgendwelche Informationen entnehmen zu können, abgesehen von solchen über deren eigene Korrumpiertheit, ist ein Esel.

Montag, November 19, 2007

Letters from the Editor (4)

Vatikan GmbH, Heiligkeit, Stuhl etc.!

Vor geraumer Zeit erreichte uns die betrübliche Nachricht, "Im Irak sei ein katholischer Bischof entführt worden. Wie ein Vatikan-Sprecher sagte, wurde Erzbischof Casmoussa in der Stadt Mossul verschleppt."

Derlei kann natürlich nur verurteilt werden. Wenn wir daher vorschlagen dürften, den Fall vor den jüngsten Gerichtshof zu bringen, und für den Wiederholungsfall mit sieben Plagen zu drohen? Wenn nicht gar damit, das Wasser der mohamedanischen Abstinenzler bis auf den letzten Tropfen in Wein zu verwandeln?

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Heil Bronn

Um die Entnazifizierung ist die Stadt Heilbronn offensichtlich irgendwie herumgekommen, sonst müsste sie heute ja Hibronn oder wenigstens Hallobronn heissen.

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Freitag, November 02, 2007

Rosen auf den Weg gestreut

Wenn der hessische Minister für Inneres und Sport, Volker Bouffier (CDU) die NPD nicht verbieten, sondern lieber "entzaubern" möchte; muss ich dann daraus schließen, dass der Herr aus der rechten Mitte von den forschen Kollegen vom rechten Rand gelegentlich ganz verzaubert ist?

Wenn dem ehemaligen bayerischen Innenminster Günther Beckstein (CSU) zu selbiger Partei a.a.O. kein anderes Adjektiv einfällt als "unanständig" - muss ich daraus schließen, dass dem Herrn der Nationalsozialismus in die gleiche moralische Kategorie gehört wie ein Rülpser beim Essen?

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Montag, Oktober 29, 2007

Dr. GMX rät

Das Tratsch- und Gossenportal GMX weiss Bescheid: Eine tiefe Stimme beim Mann sorgt für üppigen Kindersegen. Ja sicher. Jetzt umgekehrt bei der Auwahl der weiblichen Fortpflanzungsbeteiligten noch auf das breite Becken achten, dann steht dem Mutterkreuz ja nichts mehr im Wege.

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Samstag, Oktober 13, 2007

Stasi war gar nichts

Bundesfamilienministerin "von der" Leyen ("CDU") will 14-jährige als "Testkäufer", sprich Spitzel, Agent Provocateurs, Informelle Mitarbeiter (IMs) anheuern *.

Sowas gehört nicht in eine Regierung. Sowas gehört in Behandlung, und dann ins Museum, als abschreckendes Beispiel von was die Menschen da mal regiert wurden. In was für einem Land lebe ich eigentlich, wer wählt sowas? Wen würden diese Millionen Schwachmaten noch wählen, wenn man ihnen die Wahl ließe? Idi Amin?

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Freitag, Oktober 12, 2007

Und der Friedensnobelpreis...

...geht an den Entdecker von ManBearPig... *kopfschüttel* naja wenn man sich anschaut wer den bisher so gekriegt hat...

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Sonntag, September 09, 2007

Heute ist...

...der "Tag des alkoholgeschädigten Kindes". Na da gratuliere ich doch, Tokio Hotel etc.!

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Freitag, August 24, 2007

Tagesschau patzt (1)

Die Tagesschau patzt mal wieder: mit einem großen Bericht über die Umweltverschmutzung im "Newton Creek", New York City. Blöd nur: den gibt es nicht. Der nächstgelegene Newton Creek, den der Redakteur vermutlich auch gegoogelt hat, weil sich in dessen Überschrift die "New York Shipbuilding" breitmacht, befindet sich ca. 100 km südwestlich von New York, nahe Philadelphia. Gemeint ist eigentlich der Newtown Creek, der zwischen Brooklyn und Queens in den East River mündet. Hat man nur schnell gegoogelt statt sich richtig zu informieren, hält man eben das Knie des Delaware- für das des East River, und begibt sich so "auf eine dunkle Zeitreise" in die Gegenwart, wo korrekte Recherche für die Tagesschau "oft ein Fremdwort ist"

Donnerstag, August 23, 2007

Auf dem rechten Auge taub

Völlig hilflos quasselt der Bundestagsabgeordnete des Mügelner Wahlkreises und ehemalige sächsische Justizminister, Manfred Kolbe (CDU), um seinen örtlichen rechtsterroristischen Mob herum:

Er habe im Krankenhaus "den... äh... ... Ìnder, der dort stationär behandelt wurde, besucht", dieser habe "schwere Verletzungen, Stichwunden und Geschwülste unter den Augen, es muss sich also" messerscharf geschlossen "um eine heftige Rangelei gehandelt haben", "wir müssen diesen... äh... Mitbürgern" Rechtsterroristen "sagen, daß diese Gewalt nicht toleriert wird", aber natürlich zivilisiert und höflich.

Dann wird aus dem Stehgreif ein Pappkamerad "geplanter Überfall" aufgebaut, um neben ihm die Legende von der geradezu freundschaftlichen Rangelei besser aussehen zu lassen: "Ob das jetzt eine geplante, rechtsextreme Tat war, oder ob da eine Rangelei in eine Schlägerei, und dann in 'ne Hetzjagd, mit viel Alkohol auch dabei, eskaliert ist, das ist bisher" selbstredend "völlig unklar".

Und weil diese dummdreiste Verharmlosung für so ein langes Interview noch nicht genug des Schwachsinns ist, erklärt man sich in geübter Weise selbst zum Opfer: "Ich glaube wir nehmen die Gewalt von rechts und auch rechtsextreme Positionen hier Ernst, wir sind ja in Sachsen hier Leidtragende", wer denn sonst, "wir haben NPD knapp 10 Prozent im Sächsischen Landtag sitzen", und die grüßen immer nicht, die Lumpen.

Aber mit ihrer Unzugänglichkeit schneiden die sich die Herren Nationalisten ja nur ins eigene Fleisch, denn "mein wichtigstes Ziel mit im Wahlkreis ist es, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, die diese Partei gewählt haben oder die diese Positionen vertreten, um ihnen klar zu machen, daß das der falsche Weg ist, ähh, Nationalsozialisten haben keine, ähh, haben Deutschland nicht zu Große (sic!) geführt , sondern äh Deutschland äh in katastropale ähh ähh neunzehnfünvierzig'inne katastrophale Situation geführt; ähh Ausländerfeindlichkeit und Parolen wie Grenze dicht sind kein zukunftsweisener Weg in einer globalisierenden Welt undfürn Industrieland wie Deutschland, letzt... und drittens vorallndingen Gewalt, oder Tätlichkeiten dürfen niemals Mittel der Politik sein, und wir alle versuchen dies den Menschen beizubringen, und sind guter Hoffnung, daß wir da nächstes Mal für die demokratischen Parteien auchn besseres Ergebnis und für die NPD n schlechteres Ergebnis erzielen."

Es ist schon interessant, wenn der ehemalige Sächsische Justizminster nicht in der Lage ist, sich auch nur ansatzweise kompetent und glaubwürdig von Rechtsradikalen zu distanzieren. Daß man als Strategie gegen deren zunehmenden Terrorismus nichts weiter plant, als auf sie zu- und einzugehen, um aus ihnen vielleicht ein paar CDU-Wähler zu destillieren, kann da nicht überraschen.

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Mittwoch, August 22, 2007

Gut informiert ist man...

... dank abendlicher TV-Berieselung über das Weltbild des Milliardärs Mohamed "they'll suck your balls off" Al-Fayed, der, zum Tod seiner Schwiegertochter Diana Frances Mountbatten-Windsor, vulgo Lady Die befragt, äusserte, man habe sie absichtlich sterben lassen - so muss es einem wohl in der Tat vorkommen, wenn man gänzlich unvorbereitet in die Hände des öffentlichen Gesundheitssystems fällt;

... und dank Kanal8 aus Bayern über denkwürdige Kurzschlüsse in deutschen Hirnen, denen zufolge im südsächsischen Mügeln nicht etwa acht Inder, sondern acht Juden Opfer eines deutschen Mobs geworden seien. Dazu schreibt uns Dr. rer. nat. psych. Høøger Ejsmeer von der Universität Reykjavík:

"Es besteht durchaus Mitleid mit den armen Indern und per Identifikation mit den Volksgenossen Scham (...) Dann kommen die angeblich so mächtigen Juden (...) und legen den Finger in die Wunde. Man möchte das nicht hören. Folglich der Wunsch, die Juden mögen das Opfer der Hetzjagd werden."

Dienstag, August 21, 2007

In Harms' Way

Weil er, wie eine Brandstiftungen verübende "militante Gruppe", in seinen Texten das verbreitete Fachwort "Gentrification" gebrauchte, und darüber hinaus in seiner Eigenschaft als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit einem der Tatverdächtigen (der wohl Student ist) zusammentraf, wobei er sein Mobiltelfon nicht dabei hatte, wurde ein junger Sozialwissenschaftler und Familienvater festgenommen:

"Einem blitzartigen Überfall gleich wurde die Straße blockiert und das Fahrzeug abrupt zum Stehen gebracht, dann wurden die Scheiben eingeschlagen und die Insassen durch die herausgebrochenen Fenster­schei­ben nach draußen gezerrt. Dabei kam es zu Schnitt­verletzungen an verschiedenen Körper­stellen"

Anschließend wurde er im Hubschrauber mit Hand- und Fußfesseln nach Karlsruhe geflogen, und wäre, ginge es nicht nach dem Haftrichter, sondern nach der Generalbundesanwaltschaft und deren Chefin Monika Harms, gar nicht erst wieder freigelassen worden. Man fragt sich schon was für Vorstellungen von Demokratie und Rechtsstaat in den Gehirnen dieser Leute ihr Unwesen treiben. (Zeitungsbericht) (Solidaritätsaufruf)

A young scientist and father was arrested by the german police, because he used the technical term "gentrification" in his scientifical papers, just as a self-declared, left-wing "militant group" (wanted for arson) did, plus, in his role as a scientific assistant at the university, met with one of the suspects while not carrying his mobile phone (suspicious!).

He was arrested in wild-west-style, injured in the process, and the federal prosecution and its head Monika Harms unsuccesfully objected to the decision of a judge to release him after some days. One really wonders what concepts of democracy and Rechtsstaat are at large in these people's heads!

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Donnerstag, August 02, 2007

Konstruktiv sein!

Man soll ja nicht immer nur destruktiv rumnörgeln, das bringt keinem Menschen was, erzeugt nichts gutes, keine Arbeitsplätze, keine gesunde Lebenseinstellung, keine Einkommen von dem man Leben kann, und das muss man ja schließlich, will man nicht immer anderen Leuten auf der Tasche liegen und sie mit seinem nicht lebensbejahenden Zynismus anstrengen.


Kein Problem, die guten Beispiele liegen ja auf der Straße: Man kann Kreuzbergern mit Öko- und Eso-Dachschaden levitiertes Wasser verkaufen, wie die wasserwerkstatt-berlin.de. Oder man redet Wettbewerbs-Neurotikern bei ihrem Lieblingssport gut zu (Ball, Gestöhne, KO-System): tennis-psychologie.de


Du, es ist jetzt aber gar nicht gut sich darüber lustig zu machen, im Gegensatz zu dir haben diese Leute etwas auf die Beine gestellt, ich kann auch diesen ewigen Zynismus nicht mehr ertragen, es ist leicht etwas oberflächlich zu kritisieren, aber schwer jeden Tag in der Frühe aufzustehen und levitiertes Wasser zu verkaufen, wer Verantwortung übernimmt wird immer auch Kritik erfahren, aber wenn das alle so machen würden, was wäre dann, ein Gemeinwesen kann nur funktionieren wenn sich jeder auf den Arm setzt und seine Beine hochkrempelt, überhaupt ist das wieder nur so eine Masche von dir, hier drei komische Beispiele raussuchen und damit seine eigene Faulheit bemänteln wollen, ich finde das nicht in Ordnung wie du hier andere vorschiebst um dich um deine Verantwortung zu drücken, verkaufe du erst mal einen ganzen Tag lang levitiertes Wasser, Blablabla blabla Bla blabla bla blablabla Blablabla blabla Bla blabla bla blablabla Blablabla blabla Bla blabla bla blablabla.....

Sonntag, Juli 22, 2007

Panik in Zehlendorf

Mit einem ferngelenkten Roboter sprengte die Polizei einen verdächtigen Gegenstand vor einer Bankfiliale in der Clayallee. Wie sich später herausstellte, handelte es sich um eine Seenot-Boje.
"Hallo Polizei? Hier liegt eine Bo, eine Bo, eine Bobo... EINE BOJE!!!"

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Mittwoch, Juli 18, 2007

Ausrutscher

Gestern abend im Deutschlandfunk:

"Und anschließend ein Beitrag über die Pannenserie in den Kernkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel ... ... Allein die Namen schon!".

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Donnerstag, Juli 05, 2007

Heraus Forderung

Automatische Rechtschreibprüfungen sind und ein bleiben ein Grund der Belustigung, aber auch des Erkenntnisgewinns. Nachdem "Word" mir für das ihm unbekannte "Stilmittel" die legasthenieverdächtigen Alternativen "Stielmittel" und "Stylmittel" anbot, beschloß ich, auf "OpenOffice" umzusteigen... dort liegt jedoch noch mehr im Argen!

Wenn eine moderne Software nicht mehr weiss, wie man "Ceauşescu" schreibt, kann ich das verzeihen, denn ich wusste es ja immerhin selbst nicht. Nun brauchte ich den realsozialistischen Zombie aber für eine Hausarbeit, und die von OpenOffice vorgeschlagenen Alternativen "Clausewitz" und "Gehäuseschaden" beeindruckten mich immerhin insofern, als daß sie die Fähigkeit des Programms zur freien asoziieren zu beweisen schienen; sogar ein Anflug von Ironie, ja gar politischer Satire schien sich zu manifestieren!

Die aufkeimende Euphorie verflog jedoch schlagartig, als mir für die Verwendung des (zugegebenermaßen ebenso aus der Mode gekommenen, im Gegensatz zu C. aber jedenfalls zeitlosen) Substantivs "Produktionsweise" sowohl eine subsistenzielle "Produktionswiese" als auch die ultimative "Produktionsmeise" angedroht wurden.

So musste ich leider erkennen, daß die Produktivkräfte im Bereich der künstlichen Intelligenz nach wie vor auf einem recht jämmerlichen Stand sind, und ich meine Rechtschreibfehler weiterhin allein verantworten muss.

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Sonntag, Juli 01, 2007

Vertriebene!

Insbesondere: Schlesier! Kurz und bündig: Fresse halten! Euer revanchistischer Kot interessiert nämlich keine Sau, ausser ein paar Relikten, deren Gehirn 1945 stehengeblieben ist, und von denen sich gottlob in ein paar Jahren die Letzten auf biologisch natürliche Weise verabschiedet haben werden; ein paar jugendlichen Intensivtätern mit Haarausfall; und den polnischen Präsidentenbrüdern, die von Außerirdischen ferngesteuert werden. Dem Rest der Welt geht ihr mit eurer verkratzten Naziplatte einfach nur gewaltig auf den Sack.

Auf der Heeeide steht ein kleeeines Blüüüümelein... und das heisst Eeeerika... krk... Eeeerika... krk... Eeeerika... krk....

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Freitag, Juni 29, 2007

Brzzzzzt. Bruzzel.

Eine Leuchte in Physik war ich nie. Nachdem nun aber binnen drei Tagen gleich drei Transformatoren des Stromkonzerns Vattenfall abgefackelt sind, von denen sich zwei blöderweise in Atomkraftwerken befinden, kann man vielleicht mutmaßen ob die Sparfüchse bei Vattenfall ihren ollen Spulen zwecks Geldsparens vielleicht etwas zuviel zumuten...?

Hier noch ein Video zum Thema Transformatorenbrände... nichts was ich in MEINEM Kernkraftwerk haben möchte...

Aber wir vertrauen ja Vattenfall. Wieso auch nicht. Vattenfall ist unser Freund.

Zur Verwaltungsreform in Sachsen...

...hätte ich eine Vorschlag: warum nicht die Büros von CDU, NPD und LKA zusammenlegen. Einsparungen in Millionenhöhe wären die Folge.

Donnerstag, Juni 28, 2007

Everything is good now. Turn off the TV.

Google tells me that I am but the 355th Blogger to make this joke, but what the heck...

Gordon Brown, texture like ham
Lays me down, with my mind he runs
Throughout the night
No need to fight
Never a frown, with Gordon Brown

Dienstag, Juni 26, 2007

Denkanweisung

Hamburg: Mann bei Polizeikontrolle erschossen."Denkbar seien zwei Szenarien, so Polizeisprecher Ralf Meyer. Entweder schoss der Zivilbeamte aus Notwehr oder der Schuss löste sich aus Versehen." — Anderes ist nicht denkbar, per Anordnung von Polizeisprecher Ralf Meyer.

Nachschlag: "Interne Ermittler unterstehen der Innenbehörde - Das jetzt ermittelnde DIE wurde 1995 in Hamburg eingerichtet. Die Beamten des DIE werden zum Beispiel bei tödlichen Schüssen aus einer Dienstwaffe tätig"

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Perspektivische Projektionen

Eine seltsame Meldung - Politiker mosern, die Bundeswehr habe selbst erhobene "Geheimdienstdaten" vernichtet - daß sie sie überhaupt erst erhoben hat scheint nicht zu stören. (Ganz vorne Ströbele, der alte Reflexheimer).

Hallo: Das Militär hat sich in einer Demokratie verdammt nochmal auf seine Aufgaben zu beschränken (idealerweise Verteidigung - und zwar nicht tausende Kilometer vom Staatsgebiet entfernt) - und sich nicht in sämtlichen staatlichen Aufgaben breitzumachen...

what's next? Steuerfahndung? Demonstranten wegräumen? Hundehaufenbeseitigungspflicht durchsetzen? (Für letzteres hätte ich ja noch Sympathien - Köter auf 3 Uhr! Feuer frei!)

Dienstag, Juni 19, 2007

Congratulations, Sir Rushdie!

Hereby I take the liberty to express my humble congratulations to Sir Ahmed Salman Rushdie, for being appointed a Knight Bachelor by Her Majesty Queen Elizabeth II of the United Kingdom and the other Commonwealth Realms.

Montag, Juni 18, 2007

Neue Partei misstraut der Union

Nach der ehemaligen PDS hat nun auch die neugegründete Partei "die Linke" eine Beobachtung der CDU durch den Verfassungsschutz gefordert.

Nach Ansicht der Generalsekretärin der "Linken", Oktober Rot, wird in Statuten und Äußerungen der CDU kaum verdeckt der Ausverkauf öffentlichen Eigentums zum Vorteil der Privatwirtschaft gefordert. Rot steht mit ihrer Kritik daran auf dem aktuellen Forschungsstand der Wirtschaftswissenschaften, wie er derzeit in populärer Form im Dokumentarfilm "Der GROSSE Ausverkauf" von Florian Opitz im Kino zu sehen ist.

Dagegen hatten sich die SPD-Mitglieder Ditmar Staffelt, Edzard Reuter und Annette Fugmann-Heesing gegen die Forderungen der "Linken" gestellt. Mit diesem "In-die-Ecke-Stellen" könne man lediglich Solidarisierungseffekte erreichen, sagte Reuter der Berliner Verallgemeinerten.

Angehörige von CDU und CSU sind in der Vergangenheit wiederholt der Veruntreuung von öffentlichen Geldern überführt worden, insbesondere im Zusammenhang mit dem Berliner Bankenskandal.

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Freitag, Juni 15, 2007

Devil's Dictionary

Comedian, der: engl. Komödiant, als dt. Lehnwort gleichbedeutend mit armseliger Kasper. Wirft im Abendprogramm primitiven Klamauk am Fließband aus, um das Zwerchfell der Volldeppen zu kitzeln; bildet sich im Extremfall etwas darauf ein, aus dem Bauch zu blödeln, was ohne Gehirn eine einfache Notwendigkeit darstellt.

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Donnerstag, Juni 14, 2007

Auf die Flaschen, fertig, los!

Immer wieder fett... Der "Drogenbeauftragte der Bundesregierung" und die "Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen" haben die jährliche Suchtwoche ausgerufen... Ich teile allerdings mit der dauerbreiten Redaktion von tagesschau.de die Ansicht, daß der Schwerpunkt "Jugendliche und Alkohol" zu kurz greift. Warum sollen nur die Jugendlichen Spaß haben? Und warum nur mit Alkohol? Also wenn mich in der nächsten Woche jemand sucht, ich hänge bei meinem Crackdealer ab... Vielleicht treffe ich da ja auch Klaus Farin oder Nicole Diekmann... Peace, Schwestern!

Sonntag, Juni 10, 2007

to patronize and annoy

Polizei lässt auf frischer Tat ertappten Rechtsterroristen laufen... Warum? Kennt man sich vom Bier? Teilt man die Gesinnung bez. Zecken, Schwuchteln, Kanacken u. dgl.? Ist man ein bischen dumm? Langsam? Feige? Unfähig? Oder einfach fehl am Platz? Gabs den Job per Umschulung von der Arbeitsagentur? "Ach sie haben nix gelernt, na werden sie doch Polizist?" Wird das in dem Kaff immer so gehandhabt? Oder nur nach 20 Uhr und am Wochenende? So viele Fragen....

Nachschlag: Manchmal bleibt die Paranoia hinter der Realität zurück.

Montag, Juni 04, 2007

Die Polizei ist mitverantwortlich für die Krawalle in Rostock...

... so jedenfalls einer, der es wissen muss, seines Zeichens Polizeipsychologe. Ein einsamer Kontrast zu den Berufsscharfmachern, die nach Gummisgeschossen und Schutzhaft rufen, und den Freizeitnazis, die Youtube und Internetforen mit der Forderung nach kurzem Prozess zuscheißen. Klein Adi weiß nach einem Blick ins ZDF eben genau, daß das linke Pack an allem schuld ist, und wie man mit dem zu verfahren hat.

Nachschlag: Natürlich hat jede große Partei auch ihr verbales Maschinengewehr, daß sich beeilt den schlagt-sie-tot-Rufen des offen faschistischen Wählerpotentials beizupflichten; während der SPD-Ballerman Edathy sich mit der Forderung nach "Gummigeschossen" begnügt, die, wie aus anderen Ländern bekannt, sich damit begnügen Unbeteiligten in die Augenhöhlen einzudringen, müssen es für Ole "Feuer frei" Schröder von der "CDU" gleich "richtige" Scharfschützen sei sein; ist ja klar, rechts von der Union darf keiner brutaler erscheinen, das würde zuviele Wähler kosten. Derartige Killerparolen gehen dann sogar der Polizei zu weit, die ja immerhin befürchten muss für das militante Stammtischgeschwätz stellvertretend eins auf die Mütze zu bekommen - manchmal können sie einem direkt leid tun.

Nachschlag zwo: von wegen Paranoia: stümperhafter Agent Provocatuer enttarnt.

Sonntag, Juni 03, 2007

Und n-TV...

ist eben doch ein Dreckssender: "Auf die Frage: Halten Sie nach den gewaltsamen Ausschreitungen von Rostock ein generelles Demonstrationsverbot im Rahmen des G8-Gipfels für gerechtfertigt? haben die n-tv.de Nutzer folgendermaßen geantwortet: Ja: 44 %, Nein: 56 %".

Diese gewohnt subtile, ganz rechtspolitische Stimmungsmache der Bildzeitung unter den Fernsehsendern ging dann sogar ihrem Publikum zu weit.

Ansage

Hab gerade auf n-TV Bilder gesehen, wie ein paar junge "Autonome" in Rostock Steine in ein vollbesetztes Feuerwehrauto schmeissen (1:05)... ich hab ja Verständnis für Protest, ich wäre selbst fast hingefahren (s.u.). Ich weiss auch aus eigener Erfahrung, daß es in den Reihen der Polizei eben auch Nazis, Schläger und Arschlöcher gibt, die Auseinandersetzungen provozieren. Aber sollte ich jemals erleben, wie so ein kleiner Freizeitterrorist Feuerwehr oder Rettungsdienst angreift, werde ich dem Arschloch auf der Stelle eins über den Schädel ziehen und ihn eigenhändig bei den Bullen abgeben, in der Hoffnung dass er ein paar Jahre Zeit bekommt, in einer geordneten Umgebung über seine Stellung in der menschlichen Gesellschaft nachzudenken.

Freitag, Mai 25, 2007

Offensichtlich ist die Staatssicherheit in Gefahr...

...und um diese abzuwenden, filzt die Polizei in Hamburg die Post ganzer Stadteile nach Hinweisen auf militante G8-Gegner.

Ulrich Maurer mit Brief und LupeIch sehe genau zwei Möglichkeiten das einzuordnen... entweder handelt es sich um einen kaltschnäuzigen Rechtsbruch, das würde dann bedeuten, daß die BRD im Jahr 2007 auf dem Niveau einer Bananenrepublik angekommen ist. Oder aber diese Maßnahme wurde auf Grund des "Gesetzes zur Beschränkung des Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnisses" von der sogenannten G-10-Kommission genehmigt, der neben je einem Herren von CDU, SPD und FDP auch der Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE, Ulrich Maurer, angehört.

Im zweiten Fall hätte selbstverständlich alles seine rechtliche Ordnung, und von einer Bananenrepublik oder gar von "STASI 2.0" könnte keinesfalls die Rede sein.

Freitag, Mai 04, 2007

Von der dunklen Seite des Apfels es kommt.

Fehler: die Datei keine Filmdatei istWo Apple seine Technologie eingekauft hat, hat mir gestern ganz unverhofft der Quicktime-Player verraten:

Freitag, April 27, 2007

Have you hugged a hater today?

Hillarious YouTube satire... Verry Funny.

Google sucks

...weil sie Blogger.com umgemodelt und mich von meinem Blog ausgesperrt haben... nicht mal löschen war möglich... ich musste erst ein Standard Oil ... äh... Google-Konto eröffnen um hier wieder ranzukommen...

Das heisst in Kürze werde ich mein HTML wieder selber schreiben, auf solche Räubermethoden stehe ich gar nicht. Für heute bin ich aber noch zu faul zum Umstellen.

Ist hier irgendwas besser geworden mit der Umstellung...?! Ein neues Eingabefeld "Labels für diesn Post" mit den Vorschlägen "beispielsweise Roller, Urlaub, Sturz"... Gähn... wo bitte geht's vom globalen Dorf in die globale Stadt?

Google sucks, because they banned everyone from their blogger.com accounts if they didn't create a new Google.com-account and accepted their terms of service... even deleting wasn't possible.

For me that means that in a short term I will enter my HTML by hand again, I don't like such methods of content robbery. Just for today I'm to lazy to leave.

Did they improve anything? There's a new entry form Label your post: suggestions: holiday, scooter, crash. Yawn. Can you tell me the way to the global city, I'm tired of the global village...

Dienstag, März 20, 2007

Erde ruft Superschmidt

Leider habe ich mir neulich "die Nacht der großen Flut" angesehen, ein "Doku-Drama" über die Katastrophe, die 1962 Hamburg heimsuchte und über 300 Menschen das Leben kostete.

Der NDR kocht das Ereignis zur gewohnt brackigen Melodramatik ein, in der hoffnungslos untergeht, wer er nicht mit pathetischem Gurgeln in den Studio-Fluten tut. Und auch den schwer erträglichen Zeitzeugen wünscht man irgendwie, Sätze wie "das Baby wollten wir schön großziehen, richtig mit Babysachen und Pflegemittel", "Sie war eine gute Frau, sie konnte nähen" und "Waren Sie im Krieg? Ich lasse mich nicht registrieren!" wären dem Hirn irgendeines Schreiberlings entsprungen, und nicht ihren eigenen.

Wer die weder unterhaltsame noch in irgendeiner Weise mit sachlichen Informationen kontaminierte Schmonzette 90 Minuten lang aushält, muss sich über das Geschehen wundern. Rotkreuzhelfer klopfen Sprüche, die Feuerwehr dreht hilflos am Scheinwerfer und "schaut zu wie alle ersaufen", und ein Oberpolizist knallt infantilerweise den Hörer auf den Tisch als der Strom ausfällt. Warum trotz soviel konzentrierter Hirnlosigkeit nicht ganz Hamburg mit Mann und Maus abgesoffen ist?

Ganz einfach: Helmut Schmidt war zur Stelle. Während sich der Pöbel mit Platitüden und Gebeten notdürftig über Wasser hält, setzt Schmidt die Bundeswehr ein, schwebt im Hubschrauber über dem Chaos, tritt "Bedenkträger" in den Arsch und rettet quasi eigenhändig die Lage. Was ihn zu diesen Leistungen befähigt hat, die Superman erblassen lassen müssen, gibt der Mann in der Rückschau preis, schön in Halbschatten und Zigarrenwölkchen in Szene gesetzt: natürlich der Weltkrieg Zwo... da habe man ja auch "Dinge tun müssen die nicht in den Vorschriften stehen".

Gottlob gibt es bei den ARD emsige Geschichtsredakteure, die den Idioten jüngerer Generationen kompetent das 20. Jahrhundert erklären: dass ohne den Weltkrieg Zwo und seine persönlichkeitsbildenden Erfahrungen als Landser der Schmidt Helmut nicht in der Lage gewesen wäre, Hamburg ei-gen-hän-dig vor dem Untergang zu bewahren; darauf politisches Kapital häufend Jahre später von seinen Parteigenossen Brandt das Kanzleramt erben konnte, der (immerhin auch ganz unvorschriftsmäßig) in Warschau auf die Knie fiel, um für die Gräuel des Kriegs um Verzeihung zu bitten, und dafür von eben dem in dieser Produktion so schön herausgestellten Nackriegsklientel gern an die Wand gestellt worden wäre, vermutlich, weil diese Leute ganz genau wussten, dass ohne den Krieg und die Autobahn der Schmidt Helmut nicht zu der Person geworden wäre, die bei der Flut 1962 mit ihren Führerqualitäten...

Manchmal ist Fernsehen auch Krieg. Selbst wenn man nur zuschaut.

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Donnerstag, Februar 01, 2007

I Love Killerspiele


Alles wollen sie einem verbieten! Lasst euch nicht annerven, macht eine klare Ansage mit dem krassen "I love Killerspiele" T-Shirt oder Pulli. Blutspritzer inklusive ;) Hochwertiger Druck, bleicht nicht aus, läuft nicht ein. Auch als Mousepad, Frühstückstasse oder Aufkleber, erhältlich bei metageek.de.

Donnerstag, Januar 25, 2007

Bitte schützt mich vor mir selbst!

Eine nette Idee. Um die Zahl der Verkehrstoten zu reduzieren, will eine fürsorgliche Allianz aus Autoherstellern und Verkehrspolitikern Mechanismen einführen, die das Starten eines Automobils automatisch unterbinden, wenn sie Alkohol beim Fahrer feststellen. In den meisten Bundesstaaten der USA bekommen Alkoholsünder das schlaue Gerät bereits ins Fahrzeug eingebaut; in Schweden sollen in einigen Jahren keine Neuwagen mehr ohne verkauft werden. Einer Umfrage von tagesschau.de zufolge finden zwei Drittel der Befragten das System begrüßenswert.

Ich halte das ja durchaus für ausbaufähig. Es könnte beispielsweise vor jeder Fahrt verlangt werden, ein Bekenntnis zur Verfassung abzulegen - für religiös gestrickte Staaten auf Glaubensbekenntnisse umrüstbar. Mit Zusatzmodulen könnte man auch Reste verbotener Nahrungsmittel zwischen den Zähnen entdecken (Arabien, Schweinefleisch) oder den Fahrern das Fluchen abgewöhnen ("The usage of four-letter-words is not acceptable in this car. The engine will now stop for 10 minutes, giving you ample time to re-think your behaviour")

Das System könnte dann um 2015 auf Fahrräder ausgedehnt werden, und um 2025 auf Wohnungstüren: "Guten Morgen. Sie haben geäußert, sie seien 'richtig scheisse drauf' und könnten 'Ihrem Chef direkt eine reinhauen'. Das ist keine sozialverträgliche Einstellung. In ihrem eigenen Interesse bleiben Sie auf Ihre Wohnung beschränkt, bis Sie sich glaubhaft von diesen Äußerungen distanzieren. Vielen Dank, Ihre Haustür."

Wieviel Unheil könnte man so abwenden; der Mensch hat einfach zu viele schwache Momente, in denen sein Bewußtsein und Entscheidungsvermögen getrübt ist. Ein Computer kennt so etwas nicht. Geben wir ihm die Kontrolle über unser Leben, nicht in dem alten, paranoiden Sinn, dass unser Wille irgendwie subtil manipuliert würde, das funktioniert immer dann nicht wenn es darauf ankommt; nein, geben wir dem Bruder Computer die unmittelbare Kontrolle über unser Leben. Er weiß was gut für uns ist, er irrt sich nie, und ist immer für uns da.

Danke Politik. Danke Industrie. Man müsste sich ängstlich und verloren fühlen, wenn Ihr nicht so fürsorglich über jeden einzelnen wachen würdet. Danke!

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Donnerstag, Januar 18, 2007

Lechts und rinks

"Länder wie Afghanistan, Irak und demnächst Iran werden in die Steinzeit zurückgebombt, weil sie nicht das westliche Verständnis von Multikulti teilen" - Der exlinke Journalist und heutige Vollzeitpopulist Jürgen Elsässer im Interview mit der Wochenzeitung Jungle World, 17.1.2007, S. 21

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Samstag, Januar 06, 2007

Analliberale

Nächstenliebe sei keine staatliche Dienstleistung, hat die saubere Westerwelle der Unterschicht und ähnlichen Reformbremsen ins Stammbuch geschrieben, die Welt warte nicht, bis die Deutschen den Hintern hochkriegen!

Wie kommen die Westerwelles dieser Welt, sprich, die pockennarbigsten und großfressigsten Elemente des Penetranzkapitals, eigentlich darauf (um mal in deren distinguierter Ausdrucksweise zu verbleiben), die Menschen müßten sich gleich nationsweise darum reißen, ihnen kollektiv die Kehrseite darzubieten, um sich unter begeisterten Rufen "Ja! ja! ich bin Deutschland! gibs mir, mein Leitkulturführer!" aber mal so richtig...?

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Mittwoch, Januar 03, 2007

Letters from the Editor (2)

"Kommunistische Partei der Türkei/Marxistisch Leninistisch - Auslandsbüro"!

Zu satirischen Höchstleistungen, Genossen, ermuntert uns eure Parole: "Erinnern wir uns an ein Zitat Lenins: 'Auch Adler können manchmal tief wie Hühner fliegen, aber Hühner können niemals den hohen Flug des Adlers erreichen'. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht waren die Adler der deutschen Revolution."

Und nicht etwa die Hühner.

Rotfront!

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Donnerstag, Dezember 28, 2006

Frohes Neues Jahr...

... wünsche ich Dir, Hartz-IV-Empfänger, der es doch tatsächlich für unzumutbar hielt (was bildet sie sich ein, die Unterschicht), den lieben Tag lang für lau irgendwelchen stinkenden Schmutz zusammenzukratzen, wobei das eh schon kümmerliche Gehalt von der Zwangsarbeitsagentur einbehalten wird um es dem permanent rumbrüllenden Chef in den Arsch zu schieben. Wirklich eine großartige Erfindung dieses Hartzvier, Du bezahlst den Kerl damit Du für ihn schuften darfst. So dämlich waren wohl - trotz Sklaverei etc.! - nicht mal die alten Ägypter mit ihren Pyramiden.

Du kannst Dir das bald in aller Ruhe überlgen, denn Du wirst wahrscheinlich bald auf der Straße leben, denn "wer innerhalb eines Jahres ein zweites Mal eine angebotene Stelle ausschlägt, muss mit einer Kürzung von bis zu 60 Prozent rechnen" ... "Neu ist auch, dass nun die Erstattung von Heiz- und Mietkosten verweigert werden kann. Wenn die Betroffenen im laufenden Jahr dann noch ein drittes Angebot ablehnen, kann die Arbeitsagentur die Leistung ganz streichen." Aber der Mensch ist ja anpassungsfähig und kann, siehe z.B. Indien, auch ohne Wohnung und im Dreck überleben.

Besser wäre allerdings, Du würdest unternehmerisch tätig werden, Dich also wie Münchhausen am eigenenen Haar selbst aus dem Sumpf ziehen. Ohne Kapital gibt es da freilich nicht allzu viele Möglichkeiten. Wenn Du auf Selbsterniedrigung stehst, kannst Du ja eine dieser Obdachlosenzeitungen verticken. Besser wäre da schon eine Handelsware mit höheren Ertragsspannen, wie Drogen, Waffen, und dergleichen. Am einträglichsten wäre es aber (Brutto = Netto!), Dir die Kröten unmittelbar von den Profiteuren der schwarz-rot-grünen Asozialreformen zurückzuholen, z.B. in einer aus Kostengründen unbeleuchteten Nebenstraße.

Frohes Neues Jahr allerseits!

Montag, Dezember 11, 2006

Fröhlich strahlt...

Wir sind die Poloneure,
Da weiß ja jedermann;
Drum tun wir alle Ehre
Dem Poloníum an.
Und weil's so schön zum Strahlen ist
Und uns viel Gift verschafft,
Sei auch Polon zu dieser Frist
Uns dieser Gerstensaft!

ref: Hier Polonium, da Polonium,
        Polonéum um und um!
        Bums, da fiel die Firma um,
        War alles voll Polonium!


nach Jakob Audorf (1835 - 1898): "Lied der Petroleure", hier bei "Schockwellenreiter"

Kalte Welt

Der Ex-Bundesbankpräsident und SPD-Ex-Abgeordnete Welteke ist mit seiner Klage, die ihm eine monatliche Rente von 20000 Euro statt derzeit 8000 Euro einbringen sollte, gescheitert. Das Gericht sprach ihm nur eine Erhöhung auf monatlich 9600 Euro zu. O Tempora, o mores: was ist das nur für eine Welt, wo sich ein verdienter Mann zwischen dem Jaguar und dem Porsche entscheiden muß.

The former president of the german federal bank and former socialist M.P. Welteke has gone to court to achieve a rise in his pension from 8000 to 20000 Euros per month. Unfortunately for him, the court decided to grant him only a rise to 9600 Euros. O Tempora, o mores: what kind of a world is this, where a honourable man is forced to choose between the Jaguar and the Porsche.

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Warum ich Liberale eben doch verachte (1)

Hauptberufliche Kinderarbeitsbefürworter wie der Berliner Professor Manfred Liebel schleimen sich seit Jahren an jedes erreichbare Mikrofon, um ihre Thesen breitzutreten, das Verbot der Kinderarbeit diene nicht etwa dem Schutz der Kinder, sondern behindere deren freien Unternehmergeist sowie ihre Persönlichkeitsentwicklung. An diesem Wochenende sprang nun nach der Grinsekatz Dirk Maxeiner von der "Achse des Guten" auch noch die altgediente ZDF-Kartoffel Peter Hahne auf den Zug auf, und damit hat es nun wohl auch der letzte Depp mitbekommen das prekäre Tätigkeiten wie Prospekte austragen, Geschirrspülen und Hundekot aufsammeln demnächst schon ab einem Euro pro Stunde zu haben sind. Ach richtig, das sind sie ja eh schon... ich hinke mal wieder hinterher.

Nachschlag: daß der Maxeiner dem Hahne vorwirft ihm das Thema geklaut zu haben, also er, Maxeiner, die Kinderarbeit nachgerade erfunden habe, ist nur das i-Tüpfelchen auf diesen öffentlichen Rülpsern von Leuten, die der Welt einen Gefallen täten, würden sie sich auf standesgemäße Tätigkeiten wie Ausfüllen der Steuererklärung, Lustreisen oder das Lesen schlechter Zeitungen zurückziehen.

Börsenkrach

"Über die Aktienstürze auf dem Forum werden nachmittags, wie Clodius spottend erzählte, schreckliche Einzelheiten bekannt. Der Bankier Cittus Vulvius hat sich in seinen Schreibgriffel gestürzt und liegt schwer verwundet. Seine Kinder verheimlichen ihm die Kurse, da er sich sonst den Verband abreißt. Cucca (Getreideimport) versammelte seine sämtlichen Schreiber um sich, als die Panik einsetzte, und befahl seinem Prokuristen, das Hauptbuch vorzulesen, was unter dem Schluchzen aller geschah. Vitturius (Grundstücke) schlug in seinem Büro am schwarzen Brett an, es möge sich ein Angestellter melden, der bereit sei, ihn zu töten. Alle meldeten sich."

Bertolt Brecht: Die Geschäfte des Herrn Julius Caesar. Fragment

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Samstag, Dezember 02, 2006

Interpol sucht Richter Gnadenlos

Toter Schill (Zander)Das ist leider kein deutsches B-Movie aus den Sechzigern... der Hamburger Ex-Richter, Ex-Senator und Ex-Law-and-Order-Fiesling Schill soll vor einem Untersuchungsausschuß aussagen, der Freiheitsberaubung und Zwangsmedikamentierung von Jugendlichen in einer städtischen Einrichtung untersucht. Freunde von Schill gaben jedoch an, er sei "auf Weltreise". Die Welt ist groß... da kann er von mir aus bleiben.

Dienstag, November 28, 2006

What's up Donald?

Einer meiner Lieblingsschauspieler ist Donald Sutherland. Klassiker wie MASH, Die Nadel oder Angriff der Körperfresser sind ohne ihn nur schwer vorstellbar. Letztens habe ich ihn aber in einem grottenschlechten Science-Fiction-Schocker namens Virus gesehen, das war weniger schön. Privates Bergungsteam findet zufällig ein verlassenes High-Tech-Spionageschiff, schaltet den Strom wieder ein und weckt damit sich selbst reproduzierte Monsterroboter aus dem Weltall, die irgendwie per Satellitenschüssel von der MIR runtergeladen wurden. Argh. Die Tricktechnik scheint aus den Abfällen der Matrix-Filme zusammengekauft worden zu sein. Sutherland spielt den Käptn der Bergungsmannschaft, der aus Geldgier seine Leute an die Außerirdischen verkaufen will. Zum "Dank" wird er in einen Cyborg umgebaut. Sein Auftritt im SF-Trash-Kostüm, mit einem billigen Plastikvisier daß sich elektrisch vor sein Auge klappt, ist so mitleiderregend, daß man fast schon dankbar ist dass er kaum eine Minute später den Stecker herausgezogen bekommt. Die Rolle muss enorm gut bezahlt gewesen sein.

Freitag, November 24, 2006

Bombs away

Filmtip: Memphis Belle: A Story of a Flying Fortress, USA 1944, 43 min., entweder heute nacht um 2.00 Uhr auf arte, oder hier als Download.

Mittwoch, November 22, 2006

Briefe an die Leser (2)

Berufskasper von den "Freitag-Nacht-News"!

Anläßlich des Besuchs der amerikanischen Außenministerin Rice meintet Ihr vor einiger Zeit, den Condolezza-Rice-Parteitag von Nürnberg ankündigen zu müssen. Ha-ha... so lacht man also bei der Freitag-Nacht-Wochenschau auf OHL, mit Adolf Schmitz, Eva Braun-Moschner und Henry Göring. Na ja, "jedem das seine", was?

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Letters from the Editor (1)

Weingut St.-Jean-d'Ardi�res, Frankreich!

"Geniessen Sie diesen Rotwein, zu allen Speisen und Anlässen" empfehlen sie auf ihrem 1,50 Billigfusel von Lidl.. Na gut, haben wir uns gedacht: Wecker klingelt... erste Flasche entkorken; Zahnpasta alle... noch ein Gläschen.. und so fort.. bis zum Nachmittag befolgen wir dann deinen Wellness-Tip "Es wird empfohlen, diesen Wein liegenden aufzubewahren". ABer wie den schonscht.

Sonntag, November 19, 2006

Konnichiwa Psychozitrone-san!

Ich mag Japaner. Sie bauen viele tolle Konsumgüter, und ich möchte ganz bestimmt mal Urlaub in Tokio machen. Auch wirken sie auf mich irgendwie beruhigend. Doch wirklich! Ihre Reserviertheit und Zurückhaltung ist geradezu ansteckend. Aber... sie haben leider auch ganz schön einen an der Waffel... Vielleicht versuchen sie damit ihre Introvertiertheit zu kompensieren? Lassen wir das... Völkerpsychologie ist pfui!

I like Japanese people. They produce so many nifty goods, and I would love to spend a holiday in Tokio. Also, I like their reservedness and introversion, that seems highly contagious and tranquilizing to me. Unfortunately, they're quite nuts, too... Maybe they try to compensate for their introversion? Enough of that... ''Völkerpsychologie'' (the psychology of peoples) is a no-no!

Mittwoch, November 08, 2006

Strahlende 1950er

Hier ein unglaublich beknackter Film aus den späten 50ern, der die Atomexplosion als ideales Mittel für große Erdarbeiten anpreist: Teil 1, Teil 2. "But there is no doubt that most applications for nuclear excavation will be not in the United States, but in other countries." Das hätte ich auch gesagt.

A ludicrous filmlet from the 1950ies praising atomic explosions as ideal tools for large excavation tasks. "But there is no doubt that most applications for nuclear excavation will be not in the United States, but in other countries." I would certainly have said the same thing.

Freitag, November 03, 2006

dangerous books

Sollte vielleicht an dem prekären Zustand des Herrn Juschrschenko nicht das feindliche Ausland schuld sein, sondern viel mehr ein heimliches und hier fotografisches dokumentiertes Laster: der gar zu intime Kontakt mit nicht mehr ganz frischen und vermutlich gesundheitsschädlichen Folianten?

Who remembers the short-time president of Ukraine? Once sonnyboy and "Kennedy" of the new west in the east, he suddenly looked like a cake. Mr Juschtschenko was said to be the victim of a poison attack by foreign agents, although I ever thought that these people would be more effective in such endeavours. But perhaps the precarious change of Mr. Whateverschenkos looks can not be attributed to hostile neigbours, but rather to a bad habit document in this picture: the intimate contact with books that look like they could cause a whole lot of illnesses?

Montag, Oktober 30, 2006

German anal Rampenn Blitz

Gefunden: Benny Neros Berliner Anagramm-Netzplan

Das ließe sich bestimmt fortsetzen, zum Beispiel mit

Am Protz d’Plaste – Potsdamer Platz
Hab Rotzgören, hilf – Görlitzer Bahnhof
O Jan, Brückenwitz! – Jannowitzbrücke
Christ fraß dreie – Friedrichstraße
Rennt in den Lude – Unter den Linden
Harnmost-Esser – Mohrenstrasse
Krr macht es hacke! – Hackescher Markt

This is a link to a marvelous anagram map of berlin's public transit (spell it Berliner Anagramm-Netzplan or German anal Rampenn Blitz), plus some humble suggestions of my own.

Donnerstag, Oktober 26, 2006

He's mad, Jim!

Bei dem Bartträger zur Linken handelt es sich um die zweite Geige aus einer in den 90er Jahren erfolgreichen Science-Fiction-Serie. "Commander William T. Riker" zeichnete sich vor allem durch eingeschränkte geistige Beweglichkeit aus und wurde für viele Fans zur Zielscheibe freundlichen Spottes. Hätten sie sich aber träumen lassen, dass das Ende der Weltraumkarriere den armen Mann in eine derartige Perspektivlosigkeit stürzen würde, dass er sich kurzerhand der durchgeknallten "Mahdi-Armee" eines geistig noch deutlich unbeweglicheren Bartträgers anschließen würde?

The bearded guy in the first picture is known as a sidekick from a science fiction series of the 1990ies. "Commander William T. Riker" has been known for his limited intellectual capabilities, and he has drawn some good-natured mocking by fans of the series. But who would have thought that the end of his space career would plunge Riker in such a desperate state that he would join the lunatic "mahdi army", led by another bearded guy who's intellectual capabilities are even more limited?

Windige Geschäfte

"Der Verkauf von Wind ist umstritten" - ja warum eigentlich, zählt doch sauberes Wasser für unzählige Menschen noch zu den Luxusgütern. Ich für meinen Teil würde lieber heute als morgen in Wind investieren. Vor allem warme Winde aus dem Süden müssten bald saisonbedingt im Preis steigen. Also zuschlagen, denn schließlich heißt es schon in der ollen Bibel: "Wer den Wind sät, wird den Sturm ernten"?

"The sale of wind is contested", says the article - but why? Clean drinking water, for instance, is still a luxury for a vast number of people. Me, I would invest in wind right away. Especially warm winds from the south are to rise in course with the changing season. Don't hesitate, buy now; doesn't even yer olde bible say: "For they have sown the wind, and they shall reap the whirlwind"?