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Montag, Oktober 31, 2022

Aus höheren Gründen

"Despite their high-sounding proclamations, US and other Western leaders treated Yugoslavia exactly the way they have treated many other peoples all over the world. Nevertheless, "Green" and "left" intellectuals and various liberals convinced themselves that this time their leaders were indeed acting as champions against genocide. Since NATO's war against Yugoslavia was indisputably illegal, it had to be justified on higher humanitarian grounds".
- Michael Parenti, "To Kill a Nation"

"Für ein geheimes Programm oder einen auf serbischer Seite vorhandenen stillschweigenden Konsens, das albanische Volk zu vernichten, zu vertreiben oder sonst in [extremer] Weise zu verfolgen, liegen keine hinreichend sicheren Anhaltspunkte vor [..] auch die Ereignisse seit Februar/März 1998 lassen ein Verfolgungsprogramm wegen albanischer Volkszugehörigkeit nicht erkennen".
- Oberverwaltungsgericht Münster, 24. Februar 1999

Dienstag, September 30, 2014

Wir erinnern uns

"Diese Art Krieg kennen die Serben nicht. Chirurgisch präzise Luftangriffe, ohne größere Behelligung der Zivilbevölkerung, zumindest in der Hauptstadt. Für sie ist Krieg Blut, Kampf Mann gegen Mann."
— "Die Welt", 26. März 1999

"Nato has admitted that one of its missiles hit the Bulgarian capital, Sofia, after being fired at a target in Yugoslavia."
— BBC News, 29. April 1999

"Marina Jovanovic, ein temperamentvolles Mädchen, humpelt bis heute auf Krücken. Unter ihrem Nacken hat sie eine tiefe, fingerlange Narbe. Marijana Stojanovic, sie ist stiller und schüchterner als ihre Freundin, trägt einen Arm in Gips. Sanja Milenkovic ist tot."
— "Die Zeit", 16. Dezember 1999

"Human Rights Watch concludes that as few as 489 and as many as 528 Yugoslav civilians were killed in the ninety separate incidents in Operation Allied Force."
— Human Rights Watch, Februar 2000

Freitag, Juni 18, 2010

Triumph des Willens

Berlins Eisernkreuzblatt, die "Morgenpost", hat nicht nur das Offensichtliche erkannt, nämlich "Deutschland berauscht sich an sich selbst", sondern es bringt darüber hinaus den im ach so harmlosen Fußballnationalismus enthaltenen massenpsychologischen Wahn in angemessen irrer Rede auf den Punkt:

"Auch vor dem zweiten Vorrundenspiel heute gegen Serbien in Port Elizabeth wird die deutsche Mannschaft dieses Ritual pflegen. Es ist ihr besonders in diesen Tagen heilig, in denen sie ihrem selbst gewählten Schlachtruf „Power within“ folgt, also versucht, die Kraft aus sich selbst heraus zu ziehen (...) Das Gesagte ist meist trivial. Es ist eher die Geste, die zählt, wenn die deutschen Nationalspieler vor dem Anpfiff einen Kreis bilden. Es ist der Akt, aus dem sie Kraft schöpfen, wenn sie sich umarmen und die Köpfe zusammen stecken, bevor zwei, drei Mann Dinge brüllen wie „Packen wir sie“ oder „Das ist unser Ding“ (...) Das nächste Ziel ist klar definiert: heute ein Sieg gegen Serbien"

Der Triumph des Willens also, der zum Sieg führt. Packen wir sie, die Serben, das ist unser Ding: 2010, 1999, 1941, und 1915. DEUTSCHLAAAAND!