Mittwoch, April 27, 2022

Everyone's anti-war until the war propaganda starts

An article by Caitlin Johnstone

Presseschau: Schnecken, Bäume und Sozis.

Nachdem die UN zwei Monate lang tatenlos zugesehen hat, wie sich Russland und der Westen bis an den Rand des dritten Weltkriegs hochgeschaukelt haben, reist UN-Generalsekretär Guterrez nach Moskau und Kiew.

Polnische Eiche gewinnt Preis für "Europäischen Baum des Jahres", nachdem ein Baum aus Russland disqualifiziert wurde. Die polnischen Vertreter teilten mit, ihr Baum sei ein Symbol gegen russische Aggression. Der britische Vertreter äußerte, Bäume seien eigentlich unpolitisch (der alte Wehrkraftzersetzer und Putinliebhaber).

Der Juso-Chef ist auch für Panzerlieferungen. Ist das überhaupt 'ne Nachricht?

Freitag, April 22, 2022

Gewinnspiel

Wer findet alle Nazisymbole in diesem Bild heldenhafter Nicht-Nazis? Zuschriften bitte an: WELT Redaktion, Axel Springer SE, Axel-Springer-Straße 65, 10969 Berlin. Unter den Gewinnern werden zehn Hardcover-Ausgaben des patriotischen Bestsellers "Mein Kampf" verlost.


12. Mai: die Nazifreunde beim Axel-Springer-Verlag haben das einzig verantwortliche getan und Bild und Überschrift ausgetauscht

Sonntag, April 17, 2022

Verantwortliche klar benennen

Russland ist mit seiner Invasion in der Ukraine direkt verantwortlich für annähernd eine Million Tote in seit 2001 von den USA und ihren Verbündeten geführten Kriegen. Wer diesen offensichtlichen Fakt anzweifelt gehört zur fünften Kolonne des Moskauer Imperialismus und sollte ernsthaft erwägen nach drüben zu gehen!

Freitag, April 15, 2022

Die Waffen nieder! Ostermarsch 2022

Berliner Ostermarsch
Sa. 16. April 2022
12 Uhr
Oranienplatz

Wir verlangen eine 180°-Wendung der deutschen Politik!
Für eine neue Sicherheitsarchitektur von Lissabon bis Wladiwostok!
Politische Lösungen sind das Gebot der Stunde!

Der Krieg in der Ukraine muss beendet werden! Dazu braucht es den Willen Russlands und der Ukraine, Verhandlungen mit Kompromissbereitschaft von beiden Seiten aus zu führen, die vernünftigerweise eine neutrale Ukraine zur Folge haben müssten. Jeder weitere Tag, an dem die Waffen sprechen und die Gewalt und der Hass sich weiter ausbreiten, fordert nur mehr Tote, mehr Flüchtende und unendliches Leid. Warum unternehmen die Regierungen der westlichen Länder, deren Sprachrohre uns täglich mit unüberprüfbaren Kriegsbildern befeuern, nicht alles in ihrer Macht stehende, diesen Horror zu beenden? Sie müssten sich doch nur mit Vernunft und Diplomatie einbringen statt mit Waffenlieferungen, Sanktionen und Aufheizen der Emotionen. Sie müssten mit der weiteren NATO-Osterweiterung aufhören und keine provozierenden NATO-Manöver an der russischen Grenze abhalten.

Alles an diplomatischen und politischen Anstrengungen zur Deeskalation zu unternehmen ist oberste Pflicht der deutschen Regierung! Doch unsere Regierung macht das Gegenteil. Sie wird Kriegspartei, durch Waffenlieferungen, durch grundlegende wirtschaftspolitische Entscheidungen über die Köpfe der Bevölkerung hinweg, ohne zu bedenken, dass im Falle einer Ausweitung des Krieges unser Land das Schlachtfeld sein wird. Die Bundesregierung nutzt die Gelegenheit, nein, sie missbraucht die Empörung, die Verzweiflung, das Mitgefühl der Menschen in unserem Land für Menschen, die in diesem Krieg leiden, um den schon länger in der Schublade liegenden Plan einer gigantischen Aufrüstung im Parlament durchzudrücken, ohne Diskussion: Sie beschließt unter dem Beifall des Großteils der Opposition ein Sondervermögen für die Bundeswehr von 100 Milliarden Euro einzurichten, das sogar im Grundgesetz verankert werden soll, sodass auch nachfolgende Regierungen sich daran gebunden fühlen müssen. Sie klopft auch die Anschaffung von bewaffneten Drohnen fest. Und mindestens 2% des BIP soll für das Militär jährlich ausgegeben werden! Hat die ständige Aufrüstung der Bundeswehr der letzten Jahre den Krieg in der Ukraine etwa verhindert? Nein. Auch eine weitere Aufrüstung ist nicht geeignet, einen Krieg zu beenden, im Gegenteil.

Wir verlangen eine Politik des Friedens! Das bedeutet:
• Rücknahme der Entscheidung, 100 Milliarden zusätzlich für die Bundeswehr auszugeben!
• Keine Zusage für jährliche Militärausgaben von ca. 80 Milliarden Euro (mindestens 2 % des BIP)!
• Rücknahme der Zustimmung zur Anschaffung von bewaffneten Drohnen!
• Ende der „Nuklearen Teilhabe“ der NATO! Keine Atomwaffen in Büchel! Keine Atombomber für die Bundeswehr! Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen!
• Kündigung der Truppenstationierungsverträge! Schließen der US-Kommandozentralen!
• Keine Duldung, US-Hyperschallwaffen in Deutschland zu stationieren oder ihren Einsatz von hier aus zu befehligen!
• Rückgängigmachen der EU-Militarisierung! Kein FCAS und keine Atommacht EU!
• Alle Energien in eine Politik des Ausgleichs und Miteinanders!
• Alles Geld in soziale, ökologische, kulturelle und völkerverbindende Projekte!
• Schluss mit menschenverachtender Kriegspolitik!

Friedenskoordination Berlin

Dienstag, April 12, 2022

Fast richtige Schlagzeilen

"Kriegsverbrechen befürchtet: Claudia Roth und Anton Hofreiter auf dem Weg in die Ukraine".

Dienstag, April 05, 2022

Presseschau: Feinde, Krieg und Sieg

Wikipedia erinnert sich

Als "Massaker von Račak" wurde ein Ereignis in der innerstaatlichen Phase des Kosovo-Konflikts bekannt, bei dem am 15. und 16. Januar 1999 im Kosovo mindestens 40 Menschen in und bei dem Dorf Račak aufgefunden wurden, die von Mitgliedern jugoslawischer Sicherheitskräfte erschossen worden waren.

Der Vorfall wurde auf diplomatischem Weg und in den Medien unverzüglich der serbisch-jugoslawischen Regierung als Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Massaker angelastet und unter anderem zur Legitimation der ohne UNO-Mandat geführten Luftangriffe der NATO (siehe Operation Allied Force) gegen die Bundesrepublik Jugoslawien herangezogen.

Das Massaker von Račak ist zu einem bedeutenden Beispiel polarisierter Berichterstattung und politischer Instrumentalisierung geworden. Den Medien wird dabei vorgehalten, sich zum Sprachrohr der jeweiligen Kriegspartei gemacht zu haben. Für die Verbreitung unüberprüfbarer Bilder des angeblichen Massakers von Račak wie auch später von Rogovo nutzten UÇK-nahe Organisationen auch das Internet, das im Kosovokrieg erstmals der gezielten Kriegspropaganda diente. Die Widersprüche, die sich unter anderem aus den Berichten von OSZE-KVM, Menschenrechtsorganisationen, forensischen Expertenteams, jugoslawischen Behörden, UÇK-Organen und den Prozessen vor dem Haager Tribunal ergeben, haben zwar eine Vielzahl eklatanter Falschmeldungen und Fehlinformationen offenbart, doch wurden wichtige Dokumente bislang nicht freigegeben und die tatsächlichen Vorgänge nicht aufgeklärt.

-- „Medien bauten einen Handlungszwang für die Politik in mehrfacher Weise auf: Die journalistische Ausschmückung eines Verbrechens, die Bestialisierung von Tätern, das angebliche Versagen einer nichtmilitärischen Konfliktlösung und die Diffamierung der dafür stehenden Organisation, die Konstruktion einer »Keine-Alternative-Situation« zur militärischen Intervention, zum Krieg. Diese von den Medien aufgebaute Weichenstellung zum Krieg war eine Wende hin zum Krieg im Kosovo-Konflikt.“ -- Heinz Loquai

Samstag, März 26, 2022

"Dies ist kein Stellvertreterkrieg"

Wer während der Trump-Regierung die US-Politik verfolgt hat, kennt vermutlich den Fernsehkommentator Lawrence O'Donnell, und den ehemaligen US-Offizier Vindman. In diesem Videoausschnitt ist schön zu sehen, wie Vindman ersteren kurz aus dem Takt bringt, als er den Ukraine-Krieg einen "proxy war" nennt:

"Russland überfordern und aus dem Gleichgewicht bringen"

... unter diesem Titel veröffentlichte der US-Denktank "RAND corporation" im Jahr 2019 eine Studie zur Frage, welche Aktionen der US- und US-alliierten Politik geeignet seien, um Russland im strategischen Interesse der USA zu schwächen. Das Institut brüstet sich damit, strategische Überlegungen dieser Art im Kalten Krieg mit erfunden zu haben, und überträgt sie auf das heutige Russland. Dazu werden rund 50 mögliche Aktionen aufgelistet und nach Erfolgswahrscheinlichkeit, potentiellem Nutzen, und Kosten/Risiken bewertet. Hier einige der Punkte:

1. US-Energieproduktion ausweiten
2. schärfere Handels- und Finanzsanktionen
3. europäische Kapazitäten zum Flüssiggasimport ausbauen
4. Emigration russischer Fachkräfte und gut ausgebildeter junger Leute ermutigen
5. der Ukraine "tödliche Hilfe" zur Verfügung stellen

14. Russlands internationales Ansehen untergraben

28. aus Vereinbarungen zur Kontrolle von Atomwaffen aussteigen
29. US- und alliierte Flotten verlegen und verstärken

32. US-Truppen in Europa verstärken
33. Bodenstreitkräfte der europäischen NATO-Mitglieder stärken
34. eine große Zahl von US-Truppen an die russische Grenze verlegen

35. US-Teilnahme an NATO-Übungen in Europa verstärken
36. Massenmobilisierung europäischer NATO-Truppen bewirken
37. Übungen an Russlands Grenze abhalten

Presseschau

Freitag, März 25, 2022

kleines amerikanisches Vokabular für Nachrichtenkonsumenten

Donnerstag, März 24, 2022

Jahrestag der Kriegsverbrecher

Heute vor 23 Jahren, am 24. März 1999 gegen 19 Uhr, begann die NATO die Bombenkampagne "Allied Force" gegen die Föderale Republik Jugoslawien (Serbien und Montenegro). In den folgenden Wochen warf und schoss die NATO über 28.000 Sprengkörper ab, darunter auch Streubomben. Die meisten Angriffe wurden von der US-Lufwaffe ausgeführt, unter anderem mit B-52-Bombern; aber auch andere Streitkräfte wie die deutsche Luftwaffe waren beteiligt. Getroffen wurden neben militärischen auch zahlreiche zivile Ziele wie Schulen, Brücken, Personenzüge, zivile Autos, ein Metzgerladen, Fernsehstudios, sowie die Botschaft der Volksrepublik China. Neben über 1000 jugoslawischen Soldaten tötete die NATO nach Erhebungen der Organisation Human Rights Watch mindestens 489 Zivilisten, darunter rund 150 Kinder. Auch zahlreiche Albaner waren unter den Opfern. Schätzungen sowohl der jugoslawischen Regierung als auch der NATO lagen deutlich höher; dem US-General Ralston zufolge wurden "weniger als 1500" Zivilisten getötet.

Der Angriff erfolgte ohne UN-Mandat und damit ohne Rückhalt im Völkerrecht. Vorausgegangen war eine intensive Medienkampagne, die den blutigen Konflikt zwischen Serbien und der separatistischen UÇK als einen Holocaust der Serben an den Albanern darstellte. Politiker wie der deutsche Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) präsentierten der Öffentlichkeit angebliche Genozidpläne, deren Echtheit bis heute nicht bewiesen werden konnte. Der Grüne Außenminister Joschka Fischer rechtfertigte die militärische Aggression in geschichtsrevisionistischer Weise mit der Parole "Nie wieder Auschwitz". Der heutige US-Präsident Biden, damals Senator, rühmte sich später damit, zu den Initiatoren der Angriffe gehört zu haben. Auch Amerikas Lieblings-"Linker" Bernie Sanders stand hinter den Angriffen.

Niemand wurde jemals für die Kriegsverbrechen der NATO gegen serbische und albanische Zivilisten zur Verantwortung gezogen.

13. Mai: Der ungesühnte Chemiekrieg gegen Serbien: Wer verurteilt endlich die Nato? - Hartmut Sommerschuh, 14.6.21

Dienstag, März 22, 2022

"bis alle Russen tot sind"

Dem Aufruf Selenskyjs folgend und von der rot-grünen sozialen Friedensregierung nicht aufgehalten haben deutsche "Freiwillige", mindestens einer Medienberichten zufolge zuhause Bundeswehrsoldat, haben in der Ukraine erstmals seit 1944 wieder russische Soldaten getötet. Man habe "eine Feindgruppe angegriffen ... bis alle Russen tot sind".

"NATO=Frieden"-Narrativ duldet keinen Widerspruch

"Russland sei die einzige verbliebene imperiale Macht in Europa", lügt Ralf Füchs, Mitgründer des transatlantischen Denkeimers "Zentrum Liberale Moderne", berufsmäßig in den Tagesspiegel hinein; während seine Mitgründerin und Ehefrau Marieluisie Beck sich dumm stellt und fragt warum man denn nicht (mehr) Waffen in Krisengebiete, also die Ukraine liefere. Die Friedensbewegung sei nicht widerspruchslos genug pro-NATO und pro-Militärintervention und bestehe darum aus "falschen Friedensfreunden die die Sichtweise des Kreml propagieren". Tatsächlich sieht es so aus, dass auf den jüngsten Massendemonstrationen gegen die russische Invasion in der Ukraine jede Kritik an NATO, Westen, USA mit der Lupe gesucht werden musste. Fakten sind tot, alles ist heute "Narrativ", und Narrative sind empfindlich. Hat man seinen Narrativballon auf eine Größe aufgeblasen, mit der man sein Land in einen Krieg stürzen möchte, muss auch der letzte Dorn des Widerspruchs abgefeilt werden, an dem das Lügengebilde platzen könnte.

Keine F-35-Atombomber für die Bundeswehr!

Erklärung der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK)

Die Waffen nieder - aber richtig!

Wenn Kommunisten verlangen, den imperialistischen Krieg auf der Stelle einzustellen und die Waffen niederzulegen, kann das nicht heissen, im Bündnis mit den Imperialisten des eigenen Landes und ihren Verbündeten Forderungen an die Gegenseite zu stellen.

Die Militante Arbeiterfront (PAME), eine mit der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) asoziierte Gewerkschaft, hat zu einem landesweiten Streik am 6. April aufgerufen. Die Forderungen beinhalten "Keine Beteiligung Griechenlands am imperialistischen Krieg; Abstand von jeder Beteiligung unter jedem Vorwand, sei es mit militärischer Ausrüstung, mit militärischen Mitteln, oder mit Truppen; Schließung der US- und NATO-Basen in Griechenland; (...) Lohnerhöhungen (...) Anhebung des Mindestlohns".

"Sie verlangen von uns, eine Seite des Imperialismus zu wählen, und einen Räuber der aus dem Blutvergießen in der Ukraine einen Vorteil zieht. Die Führung des [griechischen Gewerkschaftsverbands] GSEE fordert in schamloser Weise von den Arbeitern, weitere Opfer für die griechische Beteiligung am Krieg zu bringen und neue Lasten auf ihre Schultern zu laden."

Freitag, März 18, 2022

Noch eine letzte Grafik für meine impfgegnerischen Freunde...

... und dann ist aber endgültig Schluss mit dem Quatsch:



Datenquelle: https://ourworldindata.org/coronavirus

31. März: Übrigens genau das gleiche Bild in den deutschen Bundesländern.

Massenvernichtungswaffen schützen das Leben

Die liberale Außenministerin Annalena Bockbier kündigt eine "neue Sicherheitspolitik" an; diese soll "mit einem klaren Wertekompass in der Hand" an erster Stelle "die Unverletzlichkeit des Lebens schützen", und zwar mit Hilfe von Massenvernichtungswaffen, konkret: der "Beschaffung atomwaffenfähiger F-35-Tarnkappen-Jets". Um internationale Geschlossenheit hinter diesen lebensbejahenden Grundsätzen zu demonstrieren, knuddelte die prinzipienstarke Powerfrau in Warschau den gleichgesinnten Freiheitshelden Zbigniew Rau ("LGBT ist die Ideologie des Todes"). Wie schon 1999 benötigt es zwingend die ideologische Prinzipienlosigkeit der Grünen, um Deutschland den Wiederaufstieg in die Oberliga der Menschheitsverbrechen zu ermöglichen.

Freitag, März 11, 2022

ehrlich gesagt...

... so ganz verstanden habe ich noch nicht, warum es gerade die liberaleren Medien sind, die jetzt die brachialsten Durchhalte- und Volkssturmparolen in die Welt setzen, wie hier z.B. der deutsch-französische Fernsehsender "arte". Hinweise nehme ich dankend entgegen.

16. März: meine vorläufige Antwort, nachdem ich mir die transatlantische Marieluise Beck, den Friedenspanzerschützen Jaroslaw Kaczynski und den Kochbuchautor Wladimir Kaminer angehört habe: weil diese Leute dermaßen ideologisch verstiegen sind, dass sie wirklich glauben, man könne mit einem Krieg gegen Russland einen Fortschritt in der Menschheitsentwicklung erzielen, falsche Ideen ausrotten, und gewissermaßen eine neue Stufe der Entwicklung erklimmen. Das ist es wert, alle Ukrainer im wehrfähigen Alter in ihrem Land einzusperren und ihnen Kalaschnikows in die Hand zu drücken, bis sich dort niemand mehr bewegt, oder Putin zuhause wegrevolutioniert wird, oder endlich der Dritte Weltkrieg ausbricht. Es sind Idealisten, die beim Streben nach Verwirklichung ihrer Wahnvorstellungen zu allem bereit sind, bevorzugt aber zu allem das sie nicht mehr kostet als etwas höhere Heizkosten. Und wenn's dann eben doch richtig knallt, ist es ohnehin Putins Schuld.

Mittwoch, März 09, 2022

"Zieht eure eigenen Anführer zur Verantwortung, anstatt auf Putin zu wichsen!"

"Hört auf so zu tun als ob eure Rufe nach Waffen [für die Ukraine] irgendwelche höheren Ziele verfolgen würden. Ihr versucht nicht, Leben zu retten; nur die Verhandlung eines Waffenstillstands kann das erreichen. Alles was ihr erreicht, ist ... den Krieg teurer für Moskau zu machen ... Dies war die Strategie der USA, als sie die Mujahedeen in Afghanistan während des ersten Kalten Krieges bewaffneten ... sie haben diese Strategie in Syrien wieder angewandt ... Jetzt hoffen sie, den gleichen Trick noch einmal durchzuziehen, im größtmöglichen Format. Das ist alles worum es hier geht."

""Es ist die Verantwortung der Russen, ihre Anführer zur Verantwortung zu ziehen, und es ist unsere Verantwortung, unsere Anführer zur Verantwortung zu ziehen. Das westliche Imperium könnte dies jederzeit beenden und Deeskalation und Detente verfolgen. Es tut dies mit Bedacht nicht. Diese Entscheidung kostet Leben und steuert uns auf einen Atomkrieg zu. Du hast Macht. Wenn Du Dich dafür entscheidest, Dir in impotenter Weise einen auf deine Gefühle für Putin abzuwichsen, anstatt deine Macht dazu zu nutzen, von deinen Führern eine Abkehr von diesem zerstörerischen Kurs zu fordern, dann bist du für die Konsequenzen dieser Entscheidung zu einem gewissen Grad mit verantwortlich".

-- Caitlin Johnstone

Sonntag, März 06, 2022

Fickt Europa härter!

Unsere amerikanischen Freunde bemühen sich nach Kräften, andere europäische Staaten in den Krieg hineinzuziehen; eine voreilige Vollzugsmeldung ukrainischer Propagandisten musste die polnische Regierung dementieren. Ein Grund mehr, warum mir eine "Friedens"-Demonstration, die sich in der Welt nicht gut genug auskennt um in Berlin wenigstens auch den kurzen Weg von der russischen zur US-Botschaft zu finden, die NATO herrunterrutschen kann.

Freitag, März 04, 2022

Wenn die Oberen vom Frieden reden

Das Berliner Ensemble am Schiffbauerdamm hat "als Zeichen der Solidarität mit der Ukraine" einen Vorhang mit einer Friedenstaube Pablo Picassos aufgehängt, der seinerzeit von Bertolt Brecht angeschafft wurde. Ich glaube, Brecht hätte ein oder zwei Dinge zur gegenwärtigen Situation zu sagen gehabt, die unseren Friedenshelden nicht gefallen hätten.

Wenn die Oberen vom Frieden reden
Weiß das gemeine Volk
Daß es Krieg gibt.

Wenn die Oberen den Krieg verfluchen
Sind die Gestellungsbefehle
[1] schon ausgeschrieben.

Die Oberen sagen:
Es geht in den Ruhm.
[2]
Die Unteren sagen:
Es geht ins Grab.

Was "nachhaltig" ist, bestimme ich!

In der von der EU erlassenen Taxonomie "umweltfreundlicher", förderbarer Technologien gelten Gaskraftwerke und Kernenergie als "nachhaltig", zahlreiche Projekte alternativer Energien aber nicht. Der Banker Gruber von der DKB meint, die Taxonomie "hätte nur dann eine Zukunft, wenn sie das erfüllt, wofür sie gebaut wurde". Ist es nicht offensichtlich, dass sie das bereits tut?

Montag, Februar 28, 2022

Glückwunschadresse an die Bundesregierung

An dieser Stelle meine herzlichen Glückwünsche an die Deutsche Bundesregierung. Sie setzt mit der ersten Lieferung deutscher Panzerfäuste in die heldenhafte Ukraine seit 1944 eine stolze Tradition fort, die 1999 von der Regierung Schröder mit der ersten Bombardierung des verderbten Belgrads seit 1944 begründet wurde.

"Nur Nixon konnte nach China gehen", und nur eine Rot/Grüne Regierung (optional mit Gelb für den vollen Pumuckl) kann mit solchen albernen Tabus aufräumen, die nur historischen Petitessen wie dem Vernichtungskrieg NS-Deutschlands gegen die Sowjetunion geschuldet werden. Ich warte auf die ersten Instagram-Fotos, die Mitglieder des Azow-Regiments mit der kecken Kombination "SS-Rune am Helm und funkelnde neue Panzerfaust 3" zeigen. Such Style!

Dass man damit nebenbei noch die deutsche Gasversorgung torpediert hat (die nur einstweilen noch nicht abgedreht wurde), mag man fast gar nicht erwähnen, weil man sich mindestens des Vorwurfs des Egoismus, eher aber des russischen Geheimagententums von unseren wackeren Demokratiearmeen sicher sein kann, die sich auf Twitter, Reddit und Facebook heldenhaft die Finger zur Befreiung der Ukraine von Josef Wissarionowitsch Putler wundschreiben. Deren gerechter Zorn lässt sich auch nicht mit dem schüchternen Hinweis mildern, dass die Einrichtung des Gasimports aus Russland Anfang der 1970er Jahre, also zur Hochzeit des kalten Krieges, zwischen niemand anderem als dem am wenigsten beschissenen BRD-Kanzler Willy Brandt, und dem Leibhaftigen, also Leonid Breschnjew eingefädelt wurde, und zwar mit dem expliziten Ziel durch wirtschaftliche Kooperation einen globalen Atomkrieg unwahrscheinlicher zu machen. Braucht man heute nicht mehr, und Atom ist sowieso gut fürs Klima.

Selbst der Hinweis darauf, dass auch das Ersatz-Gas, das man von Musterdemokratien und Drohnenoberligisten wie Saudi-Arabien und USA erwerben wird, nicht ohne substantielle Beimengungen von Blut geliefert wird, wird nicht fruchten, denn was scheren uns Tote in irgend so einem -Stan da unten das man kaum aussprechen kann. Von denen kommen sowieso zu viele nach Belarus, wo sie der perfide "Lukaschwenkjo...äh..schenja?" heimtückisch von Menschen in Waffen verwandelt, die uns bedrohen und gegen die wir uns seit geraumer Zeit mit Hilfe der heldenhaften polnischen Armee verteidigen müssen. Vor allem aber weiß man in Deutschland heute so instinktiv wie 1914, dass der barbarischste aller Barbaren immer in Moskau sitzt, während der Anus der US-Amerikaner so wohlriechend und gut geölt ist, dass ich zu meinen Lebzeiten noch keinen Kanzler gesehen habe, der nicht auf Zuruf binnen Wochenfrist vollständig darin verschwunden wäre, und einen sozialdemokratischen schon gar nicht.

Aber das ist ja alles nur der Anfang, kaum das Ende der ersten Woche. Ich bin sicher dass sich mit den 100 Milliarden Euro an Kriegskrediten, die Bundeskanzler Scholz in bester sozialdemokratischer Tradition und unter dem Beifall des nur noch Ukrainer kennenden Reichstags aus Steuergeldern locker gemacht hat, sich am Don noch weitere lästige Tabus aus der Zeit von "man musste ja mitmachen" brechen lassen; selbstverständlich alle im Namen des Friedens, der Freiheit und der Demokratie. Zum Beispiel dürfen wir uns auf die noch unter Bombenannegret Kriegskarrenbauer eingereichte, aber unter Annahabeck-Lenascholz mit Sicherheit nicht stornierte Bestellung neuer, atomwaffenfähiger Kampfflugzeuge aus US-Produktion freuen, mit denen die Helden der deutsche Friedensarmee im Rahmen der sogenannten "nuklearen Teilhabe" zumindest schonmal üben werden, nukleare Massenvernichtungswaffen auf entmenschte Horden russischer Putin-Klone abzuwerfen, die aber als Produkte eines asiatischen Unrechtsregimes mit Schamkultur ohnehin kaum bessers gewohnt sind.

Wer nun Kommentare wie diesen, die Nachrichten, und das allgegenwärtige Papageiengekreisch nicht mehr ertragen kann, der kann es sich ja mit einem guten Buch bequem machen. Der Roman zur Pandemie war unangefochten "Die Pest" von Camus. Zum aktuellen Weltgeschehen, und insbesondere wie Deutschland darin herumkaspert, empfehle ich "Die letzten Tage der Menschheit" von Karl Kraus.

Samstag, Februar 26, 2022

Sozialismus oder Barbarei!

"Friedrich Engels sagte einmal: die bürgerliche Gesellschaft steht vor einem Dilemma: entweder Übergang zum Sozialismus oder Rückfall in die Barbarei. Was bedeutet ein „Rückfall in die Barbarei“ auf unserer Höhe der europäischen Zivilisation? Wir haben wohl alle die Worte bis jetzt gedankenlos gelesen und wiederholt, ohne ihren furchtbaren Ernst zu ahnen. Ein Blick um uns in diesem Augenblick zeigt, was ein Rückfall der bürgerlichen Gesellschaft in die Barbarei bedeutet. Dieser Weltkrieg – das ist ein Rückfall in die Barbarei. Der Triumph des Imperialismus führt zur Vernichtung der Kultur – sporadisch während der Dauer eines modernen Krieges, und endgültig, wenn die nun begonnene Periode der Weltkriege ungehemmt bis zur letzten Konsequenz ihren Fortgang nehmen sollte. Wir stehen also heute, genau wie Friedrich Engels vor einem Menschenalter, vor vierzig Jahren, voraussagte, vor der Wahl: entweder Triumph des Imperialismus und Untergang jeglicher Kultur, wie im alten Rom, Entvölkerung, Verödung, Degeneration, ein großer Friedhof. Oder Sieg des Sozialismus, das heißt der bewußten Kampfaktion des internationalen Proletariats gegen den Imperialismus und seine Methode: den Krieg." - Rosa Luxemburg, "Die Krise der Sozialdemokratie", 1916

Samstag, November 20, 2021

vorbildliches Gesundheitssystem

"Am vergangenen Montag überschritt die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie die 300er-Marke. Am gleichen Tag war sie in Kuba landesweit auf 23,1 und in sieben der 15 Provinzen auf einen Wert unter 10 gesunken. Das trotz der US-Blockade noch immer vorbildliche Gesundheitssystem der sozialistischen Inselrepublik ermöglichte am 15. November die Wiederaufnahme des Unterrichts in allen Bildungseinrichtungen, die Öffnung des Landes für den internationalen Tourismus und eine weitgehende Normalisierung des Alltags." -- Unsere Zeit, 19. November 2021

"Der jüngste Ratschlag [von Berlins noch amtierender SPD-Gesundheitssenatorin Kalyci (SPD)] lautet: "Kein Kontakt mit Ungeimpften". Das gilt selbstverständlich nur für die Privatsphäre. Der Bereich Lohnarbeit ist wieder einmal ausgeklammert, denn Wirtschaft und Verwaltung müssen nun einmal funktionieren. Naheliegende Maßnahmen, die das Gesundheitswesen entlasten könnten (...) wurden hingegen nicht unternommen. Im Gegenteil: Anstatt spätestens seit Pandemiebeginn Krankenhauskapazitäten auszubauen, sind jetzt bundesweit 4500 Intensivbetten weniger betriebsbereit als vor einem Jahr. Damit in Zusammenhang steht die Flucht aus den medizinischen Berufen. In drei Vierteln der Klinken stehen heute weniger Intensivpflegekräfte zur Verfügung als 2020. (...) Entgegen aller Verlautbarungen über Inzidenzen, Hospitalisierungen und Intensivbetten von Seiten der Politik: in [der] monatelangen Auseinandersetzung um Entlastung und gleiche Löhne für gleiche Arbeit hat sich gezeigt, dass tatsächliche Pandemiebewältigung hierzulande zweitrangig ist." -- Berliner Anstoß 4/2021

Mittwoch, November 10, 2021

Für alles was an unserer Grenze geschieht trägt allein der Russe die Verantwortung

Ich bin sicher nicht der einzige, dem aufgefallen ist, dass die EU-Staaten und ihre Medien 100% der Verantwortung für die humanitäre Krise an der Belarusisch-Polnischen EU-Grenze allein Belarus zuschieben, aber selbstverständlich exakt 0% Verantwortung übernehmen für das was an ihrer eigenen Grenze geschieht? "Die Polen erfüllen hier für ganz Europa einen wichtigen Dienst", zitierte die halbamtliche Nachrichtenagentur "ARD" den bayerischen Machthaber Seehofer am Freitag. "Daher müsse der polnischen Regierung bei der Sicherung der Aussengrenze geholfen werden". Wie sich sein Vorgehen von dem der belarusischen Regierung unterscheidet, da beide Seiten willentlich eine humanitäre Katastrophe herbeiführen um von ihrer gescheiterten Politik abzulenken, erklärte der umstrittene Autokrat nicht.

Samstag, Oktober 23, 2021

Frag nicht, was das Pyramidenschema für dich tun kann

Wie schlimm ist die Lage? So schlimm: die halbamtliche Nachrichtenagentur "ARD" versucht, Teenager zu dem widernatürlichen Akt zu überreden, Geld für ihre Rente anzulegen - in "Aktien, Fonds oder ETFs".

Samstag, September 04, 2021

höhere Dialektik

Mit dem Streik der GDL würde eine Berufsgruppe wie die Lokführer ihre "partikularen Interessen gegen das Gesamtinteresse aller anderen Bahn-Beschäftigten" durchsetzen, so DGB-Chef Hoffmann. Die unterschiedlichen Beschäftigten in einem Unternehmen dürften aber "nicht gegeneinander ausgespielt werden".[Q]

Samstag, August 28, 2021

Wo kommt Korona eigentlich her?

Der Mitteldeutsche Reichsfunk klärt auf: es sind die Ausländer! Und verschiedene Faktoren unter ferner liefen, die für die Volksgenossen aber weniger interessant sind.

Montag, Mai 10, 2021

unerklärliche Gewalt von links und rechts gegen die lammesfriedliche "Mitte"

Aus Sicht der Bourgeoisie fällt immer irgendwo Gewalt vom Himmel, und die Ratlosigkeit ist nicht mal gespielt. Gewalt, das sind immer die anderen, Randgruppen und Unterschichten. Der Grundbesitzerverein weiss nicht, wo die Gewalt herkommt - es gehen doch 9 von 10 Wohnungsräumungen ohne Polizei ab, und die Schusswaffe wird nur alle Schaltjahre mal gezogen. Der rbb-Extremismusexperte Olaf Sundermeyer weiss auch nicht, wo die Gewalt herkommt, denn bei der Gruppe von Menschen, gegen deren Daseinsberechtigung er seit Jahren anschreibt, handelt es sich "ex ante" um Extremisten, wenn nicht "hab ich es doch die ganze Zeit gesagt" um Gewalttäter. Gewalt, das sind immer die anderen. Die Staatsgewalt, die einem im das Grundeigentum oder den Gehweg freiknüppelt - die ist dem, der noch nie am Rand gestanden ist, ganz selbstverständlich. Und der ist auch ganz aufrichtig empört, wenn man das miteinander vergleicht. Ja aber das Recht? Ja aber das Eigentum? Die gibt es nicht ohne Gewalt. Die kann man hinnehmbar finden, oder notwendig, oder gut. Ist 'ne politische Meinung. Zu behaupten, es gäbe sie nicht, kann nicht unwidersprochen bleiben.

Dieser Diskussionsbeitrag wurde vom Harmoniekomissariat der halbamtlichen Nachrichtenagentur rbb ("wir betreiben keine Zensur") nicht zur Veröffentlichung freigegeben

Samstag, April 24, 2021

sagen sie mir die Wahrheit Chef, ist es Corona?

Laut der jüngsten deutschen Coronaverordnung soll der Arbeitgeber dem Arbeiter eine Covid-Test-Bescheinigung ausstellen, mit der letzterer dann zum Beispiel einen Baumarkt betreten darf. Während Schulkinder sich also selbst testen sollen, ist die Aussage eines abhängig Beschäftigten über seine eigene Gesundheit nichts wert, da muss der Chef abstempeln, auch wenn dieser zum Beispiel Bauunternehmer ist und von Infektionskrankheiten keine Ahnung hat. Wenn es schnell gehen soll mit den Verordnungen, wird auf das "natürlich Naheliegende" zurückgegriffen, hier die paternalistische Ideologie des 19. Jahrhunderts. Der gute Arbeitgebervater trägt nicht nur Sorge für die Gesundheit seiner Gefolgschaft, sondern ist auch dem Staat erster Ansprechpartner, um zu überprüfen, ob diese ihre Grundrechte in verantwortungsvoller Weise ausübt.

Freitag, April 16, 2021

Auslassen. Rumdrehen. Desinformieren.

Nachdem ich jahrelang hier meine Leserkommentare veröffentlichte, die die halbamtliche Nachrichtenagentur "Tagesschau.de" und ihr Harmonie-Team ("wir betreiben keine Zensur") für nicht der Öffentlichkeit zumutbar empfanden, hat man dort die Kommentarfunktion nun völlig aus den Artikeln entfernt. Man kann sich zwar noch über ein paar Links auf eine Art Diskussionsforum klicken, auf der dann ausgewählte Leserkommentare zu ausgewählten Artikeln veröffentlicht werden, aber das ist mir dann doch zu dumm. Ich will meinen Pseudodiskurs und meine demokratischen Feigenblattkommentare direkt unter dem Artikel. Abschließend, bevor ich mich ein für allemal von diesem "Organ" 🍆 verabschiede, noch der Hinweis auf dieses ukrainische Lokalkolorit, in dem im Sendung-mit-der-Maus-Stil über die Gründe für russische Truppenbewegungen gerätselt wird ("Aber warum macht Russland das?"). Ja, warum nur? Bei der halbamtlichen Nachrichtenagentur erfährt man es nicht. In Deutschland muss man schon zur Wochenzeitung einer linksradikalen Kleinstpartei greifen, um zu erfahren, dass die NATO aktuell mit 28000 Soldaten im Schwarzen Meer herumspielt. Nein?! Doch! Oooh. Machs gut Tagesschau, und danke für all die unterhaltsame Propaganda!

Donnerstag, März 11, 2021

Wo die EU-Kommission regiert, wird "Frieden" zum Schimpfwort

Was macht eigentlich die "European Peace Facility"? Friedensforschung? Demokratische Bildung? Völkerverständigung?

Äh... nicht ganz.

Ach so, schwarze Kassen um am Parlament vorbei die europäische Waffenindustrie mit Steuergeldern zu subventionieren, die dafür Kriegswaffen in Krisengebiete exportiert! Also "Frieden" in 5.54 mm NATO, oder größeren Kalibern. Und die Bundeswehr darf dann ihr Schusswaffentrauma-Team in diese Länder schicken, um medienwirksam all die Friedensfolgen zu verarzten. Was für ein wunderbarer Friedensstaat in dem wir da leben, regiert von integeren und kompetenten Friedenspolitikern... Brutale und kriminelle Regime gibt es viel auf der Welt, aber in Sachen verlogener Scheinheiligkeit macht dem europäischen niemand auf der Welt etwas vor. Und jetzt alle! FRIE-DEN! FRIE-DEN! FRIE-DEN! FRIE-DEN

Samstag, Januar 02, 2021

Friede den Stränden, Krieg den Kriegstreibern!

Folgender zurückhaltender, ja geradezu bundeswehrfreundlicher Kommentar zum Artikel Sturmgewehr der Bundeswehr: Was ging schief bei der Vergabe, (tagesschau.de, 30.10.2020) fand nicht die Gnade des Meinungs-Harmonisierungs-Teams ("wir betreiben keine Zensur"):

Friede den Stränden
"Over-the-beach-Fähigkeit", aha. Für sowas gibt es also auch Patente. Welcher Strand soll da wohl gestürmt werden? Vielleicht derselbe, für den Frau Kramp-Karrenbauer atombombentaugliche Flugzeuge beschaffen möchte? Ich gehe ja auch gerne an den Strand, wünsche mir dort aber weder Sturmgewehre noch Bomben, vielen Dank. Dass die Bundeswehr auch Sinnvolles leisten kann, sieht man ja jetzt in der Epidemie... zuvor auch bei Hochwasser und ähnlichen Katastrophen. Diese nützlichen Fähigkeiten sollten ausgebaut werden, und dafür das ganze schwer überschaubare, und risikoreiche internationale Treiben heruntergefahren.

Merke: pro Aufrüstung, pro Massenvernichtungswaffen und pro internationale Kriegseinsätze ist der geistig-moralische Mindeststandard der halbstaatlichen BRD-Nachrichtenagenturen, und jede Kritik daran ist eine Störung und wird zur Vermeidung schlechter Laune unterbunden. Danke, liebes Harmonieteam!

Derweil sorgte das Bruderorgan "ZDF Info" über Neujahr 24h täglich dafür, dass die Deutschen ihre ureigenste Rolle als "größte Opfer alle Zeiten" nicht verlernen (unser Krieg, unsere Opfer, ach wie schön war doch der Osten. Es war alles perfekt organisiert. Hätte Hitler nur einen modernen Managementkurs besucht, einfach auch mal delegieren können, dann, ja dann hätte man die verdammten Ostvö... HUST). Diese angelernte Opferpose wird der jungen Generation nochmal nützlich sein, denn, wie der Brite sagt, "what goes around, comes around". ARD und ZDF schießen jetzt schon mit.

Freitag, September 18, 2020

Sonntag, August 30, 2020

Peinlich: Berliner Polizei verfügt nur über Wasserwerfer, die gegen Linke eingesetzt werden können.

Der Postillon:

> Berlin (dpo) - Die Auflösung der Corona-Demos in Berlin geht bislang nur schleppend voran. Einer der Gründe dafür ist, dass die Polizei nicht auf ihr Arsenal an Wasserwerfern zurückgreifen kann. Denn aus technischen, werksbedingten Gründen kann das Standardfahrzeug der Polizei, der WaWe10, nur gegen Linke eingesetzt werden. Für rechte Demonstranten oder Nazis ist er nicht geeignet.

> "Leider können wir unsere Wasserwerfer nicht nutzen, um gegen gewalttätige Demonstranten vorzugehen und unerlaubte Blockaden aufzulösen", erklärte ein Polizeisprecher. "Wir haben sie überhaupt nur vorgefahren, um die Corona-Demonstranten vor möglichen Angriffen durch linke Gegendemonstranten zu schützen."

> Auf die Idee, dass es irgendwann erforderlich werden könnte, Wasserwerfer auch gegen Rechte einzusetzen, sei man bislang einfach noch nicht gekommen. "Wer hätte denn ahnen können, dass Leute mit Reichskriegsflaggen nicht auf freundliche Bitten und Aufforderung durch die Polizei reagieren?"

> Auch beim Hersteller des WaWe10 hätte man nie damit gerechnet, dass es noch andere Wasserwerfer-Ziele als Linke geben könnte. "Etwas anderes war von den Käufern bislang nie erwünscht", so eine Sprecherin.

> Nach den Erfahrungen aus der heutigen Demonstration will die Berliner Polizei nun Konsequenzen ziehen. Mittelfristig sollen die bestehenden Wasserwerfer so nachgerüstet werden, dass sie künftig auch gegen Rechte eingesetzt werden können.

Mittwoch, August 26, 2020

Atombomben-Annegret rüstet auf

Die Oberkommandierende der Luftwaffe, Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) nahm in Hamburg einen neuen Airbus 350 für die Flugbereitschaft der Bundeswehr entgegen. Offen bleibt die Frage, ob der Flieger atombombentauglich ist wie die vom Luftwaffenführer gewünschten F/A-18 - Deutschland muss schließlich jederzeit in der Lage sein, seine Ostgrenze mit Massenvernichtungswaffen gegen einen Angriff der Sowjetunion zu schützen. Weiter offen bleibt auch die Frage, welche Szenarien die Verantwortlichen der Bundeswehr beim Training deutscher Piloten zum Abwurf von Atombomben voraussetzen: einen Abwurf auf z.B. polnisches Territorium (Verbrechen der Aggression nach §13 Völkerstrafgesetzbuch, lebenslange Haft, in minderschweren Fällen (?) nicht unter fünf Jahre Haft) oder einen Abwurf auf das Territorium der Bundesrepublik Deutschland (Landesverrat, § 94 StGB, Haft von einem Jahr bis lebenslänglich).

Donnerstag, August 13, 2020

Das Meinungskontrollteam ist aus dem Urlaub zurück.

Die halbamtliche Nachrichtenagentur ARD berichtete am Montag über den Cum-Ex-Milliardendiebstahl der Banken aus öffentlichen Kassen. Darin hieß es, nur jeder neunte Fall sei geklärt, und durch Verjährung drohe dem Staat der unwiederbringliche Verlust von 4.3 Milliarden Euro zugunsten der Bankster. Am Donnerstag dann der Spin: der Staat "fordere massiv Erträge zurück", und nur die Linkspartei kritisiert in einer Fußnote daran herum. Was ist passiert? Ist das Meinungskontrollteam aus dem Urlaub zurück? Oder hat Schäuble bei Buhrow angerufen und sich erbeten, dass die Rolle des Staates beim größten Diebstahl in der Geschichte der Bundesrepublik nicht irgendwie kritisch hinterfragt wird?

Sagte ich Schäuble? Vielleicht war es ja Scholz.

Mittwoch, Juli 29, 2020

Deutsche Atomwaffen gegen wen?

Folgender Kommentar zum Artikel "Geplanter US-Truppenabzug" der halbamtlichen Nachrichtenagentur "ARD" wurde vom Meinungskontrollteam ("wir betreiben keine Zensur") nicht zur Veröffentlichung freigegeben:

"Atomwaffen bitte mitnehmen... genau so, wie es der Bundestag 2010 beschlossen hatte. An diesem Beschluss waren auch die CDU/CSU und die SPD beteiligt... aber bei der Militärpolitik hört die Demokratie scheinbar auf. Oder war das damals nur Show? Statt dessen möchte Frau Kramp-Karrenbauer Milliarden verschwenden für die Anschaffung atomwaffentauglicher Flugzeuge. Was ich mich immer frage: wo sollen diese Massenvernichtungswaffen im Kriegsfall eigentlich abgeworfen werden? Auf deutsches Staatsgebiet, oder auf ein fremdes Staatsgebiet?"

Diverse weitere Kommentare anderer Leser, die einen Abzug der Atomwaffen "anregen", wurden anstandslos veröffentlicht... unerwünscht war also hier entweder die Frage, warum die angeblich demokratische Regierung die Beschlüsse des Parlamentes nicht umsetzt; oder aber die, ob die Bundeswehr im Auftrag der Regierung den Abwurf von Atomwaffen auf fremdes Staatsgebiet (Vorbereitung eines Angriffskriegs) oder auf deutsches Staatsgebiet (Landesverrat) übt.

Freitag, Mai 08, 2020

Kleinbürger am 8. Mai

- nachts Lieder der Sowjetarmee bloggen
- nachmittags vor Obi nicht verstehen warum zu ist

Freitag, Mai 01, 2020

Ruhe! Der FDP-Führer spricht zum Tag der Nationalen Arbeit!

Zum Tage der Arbeitsplätze sollte es nicht um Verteilungsfragen gehen, sondern um Vorfahrt für Wachstum und Beschäftigung (Christian Lindner, FDP-Führer)
Auf dem Maifeld in Berlin jubelten Millionen dem Reichsarbeitsführer und seinem Co-Vorsitzenden begeistert zu.

Freitag, April 03, 2020

kleine Rechtsgeschichte für Spätgeborene (23. März ff.)

Viele Menschen, insbesondere Medienschaffende, kamen erst am oder nach dem 23. März 2020 auf die Welt. Für sie ist eine "Kontaktsperre" und "Ausgangsbeschränkung" die normalste und selbstverständlichste Sache auf der Welt, denn sie sind ja mit ihr aufgewachsen. Eine Ausgangssperre? Was ist das, Boomer? "Es gibt in Deutschland keine Ausgangssperren", hört man immer wieder - gerade auch aus den öffentlich-rechtlichen Medien jener sechs Bundesländer Bayern, Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und dem Saarland, in denen die gesamte Bevölkerung seit dem 23. März 2020 nur noch unter staatlich überwachtem Vorbehalt ihre Wohnungen verlassen, bzw. den öffentlichen Raum betreten darf.

Für diese mit der Gnade der späten Geburt gesegneten habe ich mal nachgeschaut, welche Bedeutung die Begriffe "Kontaktsperre" und "Ausgangsbeschränkung" vor dem 23. März 2020 hatten. Zunächst die Ausgangsbeschränkung - sie ist ein Begriff aus dem Wehrrecht. Man findet sie in der
Wehrdisziplinarordnung (WDO):
§ 22 Arten der einfachen Disziplinarmaßnahmen
(1) Die Disziplinarmaßnahmen, die von den Disziplinarvorgesetzen verhängt werden können (einfache Disziplinarmaßnahmen), sind:
1. Verweis,
2. strenger Verweis,
3. Disziplinarbuße,
4. Ausgangsbeschränkung
5. Disziplinararrest
(2) Nebeneinander können verhängt werden:
1. Disziplinararrest und Ausgangsbeschränkung
2. bei unerlaubter Abwesenheit des Soldaten von mehr als einem Tag Ausgangsbeschränkung und Disziplinarbuße oder Disziplinararrest und Disziplinarbuße.

Es handelt sich also um einen Stubenarrest für Soldaten und Wehrpflichtige, die das Wochenende über zu viel gefeiert haben (Spaßgesellschaft) und darum in verantwortungsloser Weise (typisch Jugend) nicht rechtzeitig auf der Kaserne erschienen.

Das Kontaktsperregesetz ist ein ganz anderes Kaliber. Es wurde im "Deutschen Herbst" 1977 beschlossen, um die Strafgefangenen der RAF von ihren Anwälten zu isolieren; man verdächtigte sie, aus der Haft heraus an der Koordinierung von Anschlägen beteiligt zu sein, insbesondere an der Entführung des Hanns-Martin Schleyer. Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) sagte dazu: „Wer den Rechtsstaat zuverlässig schützen will, der muss innerlich auch bereit sein, bis an die Grenzen dessen zu gehen, was im Rechtsstaat erlaubt ist“. Das Gesetz war umstritten, was man an der geradezu peniblen Eingrenzung der kleinen Gruppe von Strafgefangenen sieht, gegen die es ausschließlich angewandt werden sollte und durfte. Nach dem Tod von Baader, Ensslin, Raspe und Schleyer wurde es nie wieder angewandt, aber auch nie formal aufgehoben:

Gesetz zur Änderung des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetz (Kontaktsperregesetz).  § 31 Besteht eine gegenwärtige Gefahr für Leben, Leib oder Freiheit einer Person, begründen bestimmte Tatsachen den Verdacht, daß die Gefahr von einer terroristischen Vereinigung ausgeht, und ist es zur Abwehr dieser Gefahr geboten, jedwede Verbindung von Gefangenen untereinander und mit der Außenwelt einschließlich des schriftlichen und mündlichen Verkehrs mit dem Verteidiger zu unterbrechen, so kann eine entsprechende Feststellung getroffen werden. Die Feststellung darf sich nur auf Gefangene beziehen, die wegen einer Straftat nach § 129 a des Strafgesetzbuches oder wegen einer der in dieser Vorschrift bezeichneten Straftaten rechtskräftig verurteilt sind oder gegen die ein Haftbefehl wegen des Verdachts einer solchen Straftat besteht; das gleiche gilt für solche Gefangene, die wegen einer anderen Straftat verurteilt oder die wegen des Verdachts einer anderen Straftat in Haft sind und gegen die der dringende Verdacht besteht, daß sie diese Tat im Zusammenhang mit einer Tat nach § 129 a des Strafgesetzbuches begangen haben. Die Feststellung ist auf bestimmte Gefangene oder Gruppen von Gefangenen zu beschränken, wenn dies zur Abwehr der Gefahr ausreicht

Es ist völlig nachvollziehbar, dass der deutsche Staat heute, in der Coronakrise, Euphemismen wählt, um die gegenwärtigen Maßnahmen zu beschreiben. Ein Land, das sich seit mindestens einem halben Jahrhundert als Krone der Demokratie und Gipfel der Rechtsstaatlichkeit feiert, kann nicht einfach Millionen seiner Bürger unter "Ausgangssperre" stellen, das ist undenkbar. Aber welche Euphemismen den "Entscheidern" und "Verantwortungsträgern" spontan einfielen, um die undenkbare Ausgangssperre dann eben doch zu beschließen, das ist schon bemerkenswert: sie stammen aus der Fachsprache der Kasernen, des Drills, der Hochsicherheitstrakte und der Terrorismusbekämpfung - die letztere selbst in ihrer von der Gefahren- oder auch Feindbestimmung her verglichen mit der heutigen Krise von geradezu rührender Bescheidenheit geprägt war - und 1977 doch von vielen als bürgerkriegsähnlich begriffen wurde.

Und weil das alles so auffällig und katastrophal undemokratisch ist, und absolut nichts mehr mit dem Staat zu tun hat, wie man ihn sich bürgerlich noch vor zwei Wochen vorgestellt hat, muss die gesamte Gesellschaft, allen voran ihre Medienschaffenden, einen kollektiven Orwell hinlegen um die Sache zu rationalisieren: es. gibt. in. Deutschland. keine. Ausgangssperre. Wir waren schon immer im Krieg mit dem Coronavirus.

Das ist der eine Grund. Der andere Grund scheint der zu sein, dass man sich den Begriff für noch strengere Maßnahmen aufheben möchte. Qualitativ ist dieser mögliche, weitere Schritt eigentlich egal. Seit 23. März steht die Freiheit aller sich in Bayern, Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Saarland befindlichen Personen unter dem Vorbehalt und dem Gutdünken der Staatsgewalt. Welche "Ausnahmen" gemacht werden ist ein Detail. Wir wären alle gut beraten, uns nicht auf Diskussionen einzulassen, ob man jetzt im Park auf einer Decke sitzen darf oder ob Schach eine zulässige sportliche Betätigung ist oder Motorradfahren - sondern laut und unmissverständlich vom Staat zu fordern, er solle sich auf solche Maßnahmen beschränken, die nachgewiesenermaßen geeignet sind um eine Epidemie zu bekämpfen - anstatt aus "Fürsorge" das Land in einen Menschenzoo umzubauen. Wir lieben doch alle Menschen, wir setzten uns dafür ein. So. Ich muss jetzt zur Fütterung.


22.11.22: Bundesverwaltungsgericht: Ausgangsbeschränkungen in Bayern waren unverhältnismäßig und unzulässig

Samstag, Dezember 07, 2019

Ihr Kommentar wurde von der halbamtlichen Nachrichtenagentur nicht freigegeben (4)

Zu diesem Artikel über Waffenexporte der DDR war es beim Meinungskontrollteam der halbamtlichen Nachrichtenagentur "NDR" nicht erwünscht, diese durch zu viele Kommentatoren mit Waffenexporten des postvereinigten Größerdeutschlands vergleichen zu lassen; in meinem Fall fand weder die flapsig-humoristische Nummer...

"Export von Kriegswaffen In Krisengebiete? Durch die GroKo? Und die Regierung tritt zurück? Ach nee, KoKo. Na da habe ich mich verlesen, Entschuldigung."

... noch eine ernsthafte ideologiekritische Bürgerschelte die Gnade der Nicht-Zensoren:

"@faulskemper - Natürlich war die DDR nicht wie die BRD. Als die DDR die selbst angelegten Standards der Außenpolitik nicht einhielt, waren die Bürger empört, und, wenn man diesem Artikel glauben darf, brach direkt der Staat zusammen (wobei mir da der Zusammenhang nicht so ganz nachgewiesen erscheint). Und heute? Heute werden Panzer und High-Tech-Waffen verschickt in dutzende Staaten, in die Türkei und nach Saudi-Arabien wo NACHWEISLICH Zivilisten damit umgebracht wurden! Und kaum jemand regt sich überhaupt auf! Ja das ist eben so, ja das ist eben Wirtschaft, ja die Arbeitsplätze. DAS ist der Unterschied zwischen BRD und DDR, das den Leuten heute alles egal ist und sie alles mitmachen wenn nur die Kohle stimmt. Wie praktisch ist es da wenn man eine DDR in der Geschichte hat die man beschimpfen kann, anstatt sich darüber Gedanken zu machen was man selber gerade treibt!

Dienstag, September 17, 2019

Schneeflocke der Woche

Burkhard Dregger, der rechtskonservative Chefkrakeeler und hauptberufliche Kommunistenfresser der Berliner CDU, vergleicht eine kapitalismuskritische Schülerarbeit aus dem Kunstuntericht mit Kommunismus und Nazismus (ja, gleichzeitig). Burkhard, Burkhard, beruhige dich. Es ist wirklich kein Sozialismus weit und breit in Sicht. Sollte er aber doch mal kommen, wird man sich an maß- verstands- und haltlose Scharfmacher und Schreihälse deutlich erinnern.

Mittwoch, August 21, 2019

Der Jammerlappen

"Armes Deutschland", "kleines Deutschland", "Zahlmeister Europas", "Sozialamt der Welt", und so weiter. Wer kennt nicht das terminal bornierte Geflenne das sich erhebt sobald der deutsche Spießer einen Dunkelhäutigen auf der anderen Straßenseite sieht oder 50 Cent an Steuern abgegeben muss. Die deutsche Nationalfahne ist darum konsequenterweise als "Jammerlappen" zu bezeichnen.

Dienstag, Mai 14, 2019

Sicherheit über alles

Wie aus einer Presseerklärung der Innenverweser der Reichsgaue hervorgeht, soll das Mitführen spitzer Gegenstände von mehr als sechs Zentimetern Länge künftig mit bis zu drei Jahren Schutzhaft bestraft werden. Ein Gesetzesentwurf, der das Mitführen stumpfer Gegenstände über 95 Gramm unter Strafe stellt, fand im Reichsrat keine Mehrheit. Laut Olaf Scholz (SPD) soll der Entwurf überarbeitet werden: "Wir sind uns sicher, dass ein Verbot von stumpfen Gegenständen über 150 Gramm und eine Höchststrafe von sechs Monaten Workcamp ausreichend sind, um die Sicherheitsneurose der Volksgenossen zu befriedigen".

Sonntag, August 26, 2018

Dienstag, März 20, 2018

Weiß und Blau

"Seehofer und Gauland unterscheiden sich nur darin, dass Seehofer meist schlechter gekleidet ist und undeutlicher redet."

Leo Fischer

Samstag, Juli 09, 2016

wir kämen ganz gut mit dem Holocaust klar, wenn da nur nicht...

Was ist den Deutschen der Bau eines Konzentrationslagers dagegen, dessen Pläne zu verschenken, und dann auch noch aus-ge-rech-net an Israel?
"Es ist deutsches Archivgut von einer zentralen Instanz und es ist ein - wenn man so will - in einer deutschen Behörde entstandenes Dokument und es gehört nach allen Regeln der Archivwissenschaft in das Bundesarchiv. Und sonst nirgendwohin." - In der Tat. Von einer ganz zentralen Instanz - wenn man so will - und es gehört ins Reichssicherheitshauptamt, und nicht in die schmierigen Hände eines du-weißt-schon.
"Der Unterschied zwischen einer noch so guten Kopie und dem Original ist eben dieser Moment der Authenzitität" - die nimmt uns keiner weg, verdammt! Und "die seriösen Forscher möchten natürlich auch gerne die Merkmale überprüfen" - einmal reicht natürlich nicht, denn man weiß ja, da werden nochmal Zweifel aufkommen.
"Manchmal ist die Geste der Politik wohl wichtiger als geltendes Recht". - Dieser verdammte Holocaust, ständig betreiben Gewisse Kreise darum Rechtsbruch, und es wird immer schlimmer - bei Hitler lief wenigstens noch alles nach Vorschrift.
Nach dieser Vorlage braucht das mindere Kommentar-Volk nur noch mitzulaufen: "Falls die Originale zukünftig wieder mal Abhandenkommen, dann hat Deutschland keine Schuld oder?" - "Wurden polizeiliche Ermittlungen wegen Diebstahls aufgenommen?" - "Die Bundesrepublik kann durchaus Urheberrechte geltend machen." - "Selbst wenn Israel in der Westbank nach den Originalunterlagen den Gebäudekomplex nachbauen & in Betrieb nehmen würde,würden wohl nicht mehr als mündliche Beschwerden aus DE zu erwarten sein".
So ist das eben: wir Deutschen kämen heute ganz gut mit dem Holocaust klar, wenn da nur nicht diese Juden wären.

Donnerstag, Januar 14, 2016

Die Ureinwohner stellen einen Ankunftsnachweis aus

"Ankunftsnachweis" heisst im Amtsdeutsch das Dokument, mit dem sich Asylbewerber zukünftig ausweisen sollen. Da hat man sich aber sehr Mühe gegeben nicht versehentlich irgend etwas zu garantieren, z.B. die Anerkennung als Bürger, Person, oder Mensch. Der Deutsche Staat erkennt Ihnen hiermit an: Sie sind nun hier! Wenn irgendwelche Zweifel bestanden haben dass Sie Sich in Deutschland befinden - mit diesem Drecksdokument dürften sie ausgeräumt sein. Seien sie froh dass sie ihn nicht aussen an die Jacke heften müssen. Mitführpflicht besteht allemal, für den Weg zwischen Amt und Baracke, woanders dürfen Sie sich sowieso nicht erwischen lassen.

Und was sagen die Eingeborenen dazu?

Q: "Als nächstes müsste das dann ja auch zeitnah umgesetzt werden, incl. Fingerabdruck und einer Codierung, mit der der auch EU-weit abgeglichen werden kann."
A: bitte auch elektronische Fußfessel, Knochenmark, Spermaprobe, und die Familie in Geiselhaft, sonst wird man die fremdrassigen Elemente ja nicht mehr los.

Q: "Und dann müsste nach einem entsprechenden Zeitrahmen jeder, der keine entsprechenden Dokumente (Pass mit Visum oder dieser wunderbare Ausweis) als illegaler Einwanderer auch entsprechend behandelt werden."
A: Keine Sorge Volksgenosse, Deutschland hat vor einem entsprechenden Zeitquantum die Erfahrung gesammelt, jeden der keine entsprechenden Dokumente (Ariernachweis) vorzuweisen hat entsprechend zu behandeln.

Q: "Es darf nicht passieren, dass ein Mensch mit sieben unterschiedlichen Identitäten in Deutschland leben kann."
A: das ist in der Tat ungerecht, solange die meisten Ureinwohner nicht mal eine haben.

Freitag, Juli 03, 2015

Welcome to capitalism's late show

... “conservative” now means the absolute opposite of “leaving things as they are”. Conservative means changing everything. It means dismantling things and selling off the bits. It means drilling into our lives and extracting the marrow.

Ian Martin, The Guardian

Dienstag, März 03, 2015

Dresden, Stadt der Bewegung

In Dresden, der neuen Stadt der Bewegung [2], terrorisieren Staat, Nazischläger und faschistische Kleinbürger arbeitsteilig Flüchtlinge und Ausländer: Pegida-Schläger greifen Flüchtlinge an; am nächsten Tag leistet Sachsens "Ausländerbeauftragter" Geert Mackenroth (CDU) Amtshilfe für Pegida, schiebt den Flüchtlingen die Schuld zu; die Polizei räumt deren Camp; dazu gibt's Audio von Leuten auf der Straße nach bekanntem Muster Ich bin 1945 auch vorm Russen geflohen, aber diese Flüchtlinge, die sind nicht von hier! Es ist schön wenn man an Verständigung und Reden glaubt, aber irgendwo muss man auch mal eine Kante ziehen. Mit einer faschistischen Bewegung kann man keinen Konsens finden. Vor Dresden kann man nur noch warnen.

Montag, Dezember 08, 2014

Bis auf den Grund verdummt

"... öffentlich-rechtliche Journalisten [sind] noch zu dumm zu sehen, daß ein Ministerpräsident von der Linkspartei wirklich alles anzeigt, nur eben keine Renaissance des Sozialismus in Deutschland, viel eher schon, im Gegenteil, dessen Mausetod (...) wenn die Wahl Ramelows überhaupt eine Katastrophe ist, dann weil sie dafür sorgen wird, daß sich die Leute in ihrem „bunten“ (SZ) Vaterland noch da aufgehoben fühlen, wo sie es nicht sind.Stefan Gärtner

Samstag, November 08, 2014

endlich wieder Prominenten-Sammelbilder!

Nach vier Jahren nehmen wir die beliebte Serie wieder auf und starten heute mit Wolf Biermann:

Egal was Biermann mal gewesen ist, heute ist er jedenfalls kein "Drachentöter", sondern ein egozentrischer Nervtöter, ein anachronistischer Klampfenschinder, und ein nützlicher Idiot in der Westentasche der CDU. Wer wird als nächstes eingeladen im Bundestag herumzupöbeln, Frank Rennicke?

Freitag, Oktober 17, 2014

General Winter

An was erinnert mich das bloß...?! "Der Russlandbeauftragte der Regierung, Erler, räumte ein, dass die Aufklärungsdrohnen im eisigen Winter gar nicht eingesetzt werden können ... Wenn sie vereist, stürzt sie ab."

Donnerstag, Oktober 02, 2014

Dienstag, September 30, 2014

Wir erinnern uns

"Diese Art Krieg kennen die Serben nicht. Chirurgisch präzise Luftangriffe, ohne größere Behelligung der Zivilbevölkerung, zumindest in der Hauptstadt. Für sie ist Krieg Blut, Kampf Mann gegen Mann."
"Die Welt", 26. März 1999

"Nato has admitted that one of its missiles hit the Bulgarian capital, Sofia, after being fired at a target in Yugoslavia."
BBC News, 29. April 1999

"Marina Jovanovic, ein temperamentvolles Mädchen, humpelt bis heute auf Krücken. Unter ihrem Nacken hat sie eine tiefe, fingerlange Narbe. Marijana Stojanovic, sie ist stiller und schüchterner als ihre Freundin, trägt einen Arm in Gips. Sanja Milenkovic ist tot."
"Die Zeit", 16. Dezember 1999

"Human Rights Watch concludes that as few as 489 and as many as 528 Yugoslav civilians were killed in the ninety separate incidents in Operation Allied Force."
Human Rights Watch, Februar 2000

Freitag, März 21, 2014

Das Ende der Appeasementpolitik Moskaus gegenüber dem Westen

Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank gibt im Gespräch mit einem namenlosen ntv-Sabbelkopf zu verstehen, dass die Widersprüche zwischen US-amerikanischem und EU-europäischem Kapital größer sind als ich gedacht habe: "Es wird hier häufig von der Situation 1938, Appeasementpolitik gegenüber Hitler gesprochen. Es gibt seit 23 Jahren eine Appeasementpolitik Moskaus gegenüber dem Westen, weil der Westen sich seit 1990 nicht an Absprachen und Verträge gehalten hat, und jetzt ist die Bereitschaft in Moskau offensichtlich nicht mehr gegeben weitere Appeasementpolitik zuzulassen (...) Fakt ist, und da liegt Herr Putin richtig, die einzige rechtmäßige Regierung ist Janukowitsch. Die Anerkennung dieser aktuellen Regierung ist völkerrechtlich nicht nachhaltig (...) vielleicht sollte man sich auch Gedanken machen dass der Volkswille auf der Krim ein anderer ist als der in der Ukraine."

Montag, März 10, 2014

Fotografieren verboten! Wir sind im Krieg!

Der Sender Freies Berlin berichtet: CDU will Soldatendarsteller am Checkpoint Charlie verbieten. "Derartiger Klamauk beschädigt die Würde dieses historischen Platzes." Man könnte sich wundern, dass sich da einer über harmloses Touristenklimbim aufregt. Es ist ja aber klar: Die Berliner CDU will nicht nur jeden Umgang mit der jüngeren deutschen Geschichte verbieten, der nicht von ihrem Hubertus Knabe (s.u.) und der Axel Springer AG für geeignet befunden wird, die Bevölkerung busladungsweise einer antikommunistischen Ideologieschulung zu unterziehen. Nein, sie muss auch 24 Jahre nach der "Wende" erkennen, dass sie ohne Feind im Osten nichts werden kann, und muss sich darum dagegen wehren, dass irgendwer den kalten Krieg trivialisiert. Denn wer ihn nicht ernstnimmt, der nimmt sie nicht ernst. Und eigentlich möchte sie ihn gerne wiederhaben, und ist auf dem besten Weg dazu. Nur diesmal am Don statt in Kreuzberg.

Vollzugsmeldungen: [1], [2]...

Sonntag, März 09, 2014

Konfliktpartei

Warum den deutschen Medien bezüglich der Ukraine nicht zu trauen ist, bringt Stefan Gärtner in seinem kritischen Sonntagsfrühstück auf den Punkt: diese sind längst Konfliktpartei. "Das ganze Ostland soll es sein". Nachtrag: und dann gibt es doch manchmal so was.

Sonntag, Februar 23, 2014

Bis ans Ende der Welt

Die können alle bollern,
soviel sie nur wollern —:
Wir sind die Hohenzollern
und leben von euch
und zecken an auch

bis ans Ende der Welt ...
Soviel Geld —! soviel Geld —!


Kurt Tucholsky (1929)

Dienstag, Oktober 22, 2013

Knabenspiele

Der Gauck hat seinem Chefagitator Knabe die Ehre erwiesen und ihm die Ausstellung Zeugnisse politischer Verfolgung von 1945 bis 1989 besucht — der In-Veranstaltung für alle, die Menschenrechtler und Demokraten spielen möchten ohne sich mit den Verbrechen vor 1945 oder gar nach 1990 auseinandersetzen zu müssen.

Samstag, April 06, 2013

Ich habe da eine Stelle...

In Hennigsdorf können sich Schüler am Samstag mit einem sogenannten Speed-Dating bei verschiedenen Unternehmen um Lehrstellen bewerben. Sie haben jeweils zehn Minuten Zeit, um sich als mögliche Auszubildende vorzustellen. Wenn sich beide Seiten interessant finden, geht es nach hinten in die Industrie- und Handelskammer.

Samstag, März 31, 2012

Lakai der Woche (zweiter Platz)

... ist Gerd Appenzeller vom ultraliberalen Kampfblatt "Tagesspiegel", der feststellt, dass es nur wenigen nützt, aber vielen schadet, wenn jemand eine Lohnerhöhung bekommt. Für Journalisten stimmt das wohl, die sind bei entsprechender Bezahlung offensichtlich zu jeder Niederträchtigkeit bereit.

Lakai der Woche

... ist der Lohnpropagandist Klaus Sturm von der halbstaatlichen Nachrichtenagentur SWR, der den frisch ins Hartz-IV-Paradies entlassenen Schlecker-Angestellten folgendes ins plebejische Stammbuch schreibt: "Eine Transfergesellschaft für Menschen, deren Firma pleitegeht, ist vielleicht wirklich nur eine sozial-romantische Schmusedecke". Hach, schöne Metapher. Und Molotovcocktails sind das Barbecue der Revolte. Rieche ich da Schweinefleisch?

Donnerstag, März 01, 2012

etym.

Recht, das: Gesamtheit der Gesetze; etym.: lat. recta

Dienstag, Dezember 27, 2011

Forscher Troll

Heute in Berlin die Überschrift gelesen: "Forscher fordert Verbot von DDR-Uniformen". Sofort gewusst, von welchem "Forscher" die Rede ist.

Montag, September 19, 2011

Die rechte Dampfkartoffel der Woche...

... ist Malte Lehming, der Rechtsausleger des Berliner "Tagesspiegels", der schrub:

"In einem Bezirk wie Friedrichshain-Kreuzberg sind durch demokratische Wahlen Verhältnisse geschaffen worden, wie sie in undemokratischen Systemen nur durch Zwang zustande kommen. Die vereinigte Linke, wenn man sie mal so nennen darf (Grüne, SPD, Linke, Piraten, Die Partei), kommt in Friedrichshain-Kreuzberg auf 85,9 Prozent. Eines ist damit – und auch sonst – klar: Die Vergriechenlandisierung (kurz: Vergriechung) der ohnehin verarmten deutschen Hauptstadt wird sich weiter beschleunigen."

So muss es sein. Diktatur herrscht, wenn Malte Lehming und seine konservativen Borniertheiten keine Mehrheit finden. Wissen Sie was, Herr Lehming: wenn Sie sich in Berlin so unwohl fühlen, dann gehen Sie doch nach Süden. Aber nicht zu weit, zum Beispiel ins asoziale Pennergriechenland, oder ins von grünen Gutmenschen-Nazis geknechtete Baden-Württemberg, sondern nach Leipzig oder nach München. Da sind sie dann eine rechte Dampfkartoffel unter vielen und haben bessere Voraussetzungen um sich vielleicht auch einmal erfolgreich zu integrieren. Gute Reise!

Mittwoch, September 14, 2011

Friedrich II

Anlässlich des einsetzenden Theaters zum 300. Geburtsag Friedrichs II. von Preußen, auch bekannt als "der Große", mit Theater und Reden und Ausstellungen und alles schön modern und ausgewogen aber bitte auch mit Preußen-Gloria, hier nochmal der Hinweis auf die exzellente Artikelserie von Karl Gass, die vor einigen Jahren in der "jungen Welt" erschienen ist. Leider mittlerweile nur noch gegen Bares im Volltext zu lesen; hier und da gibt es zwei kürzere Artikel

Griechenland ist unser!

Während der Reichsfinanzschäuble sich "bemüht, mit Griechenland nicht die Geduld zu verlieren", schrub ich also in die Kommentarfunktion der halbamtlichen Nachrichtenagentur Tagesschau, den Griechen sei "ja leidlich bekannt, was passieren kann, wenn die Deutschen die Geduld verlieren" - und wurde natürlich zensiert. Griechenland ist Beute, und die nicht zensierten Kommentare des Steuerzahlermobs unter dem Artikel zeigen auch, dass der deutsche Volksgenosse es genau so will. Griechenland? Ich habe von nichts gewusst, Schäuble ist es gewesen! Jeder musste damals CDU wählen, und es herrschte ja auch Unterdrückung - ich musste Einkommenssteuer zahlen und konnte mir nur einen Einser-BMW leisten!

Donnerstag, Oktober 21, 2010

Menschenrechte made in Germany

Der "Europäische Gerichtshof für Menschenrechte" hat heute die "Sicherungsverwahrung" des deutschen Strafgesetzbuchs bestätigt. Dieses wurde erstmals 1933 als "Gewohnheitsverbrechergesetz" von der NSDAP verabschiedet. Geklagt hatte der "Sicherungsverwahrte" Ekkehard Grosskopf, der seine Menschenrechte verletzt sah, weil ihn die deutsche Justiz für eine Reihe von Einbrüchen, Diebstählen und versuchten Diebstählen für geisteskrank erklärt und ohne zeitliche Begrenzung in der JVA Aachen interniert hat. Man muss sich nun beim "Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte" bedanken, dass er hier Klarheit geschaffen hat. Wann immer ein europäischer Politiker von "Menschenrechten" redet, beinhalten diese ein Gesetz aus der Feder der NSDAP, welches die Internierung von Dieben bis zum Eintritt ihres mehr oder minder natürlichen Todes vorsieht. Nur wenn der Strafrahmen jetzt noch erhöht werden soll, wird es schwierig. Es bleiben eigentlich nur direkte Körperstrafen. Drei mal stehlen - Hand ab. Zehn mal Schwarzfahren - Bein ab. Ein Jahr lang Fernsehen ohne Gebühren zu zahlen - Auge raus. Wo bleibt die konservative Bundesratsinitiative? Herr Mappus, übernehmen Sie!

Dienstag, September 21, 2010

Deutsche Journalisten (2)

Der rbb ist ein Rundfunksender, der mehr tut als recherchieren. Seine Mitarbeiter machen sich bei Gelegenheit auch gleich zum Spitzel und schwärzen Leute beim Jobcenter an: "Am Wochenende berichtete die Abendschau über Roma, die sich in Neukölln ansiedeln. In diesem Vielvölkerbezirk werden Roma eher toleriert als in anderen Bezirken und in anderen Ländern. Doch Probleme gibt es auch hier. Die Abendschau hat im Rahmen ihrer Recherche einen Fall von Sozialmissbrauch aufgedeckt und das zuständige Jobcenter darauf hingewiesen..."

Freitag, Juni 18, 2010

Triumph des Willens

Berlins Eisernkreuzblatt, die "Morgenpost", hat nicht nur das Offensichtliche erkannt, nämlich "Deutschland berauscht sich an sich selbst", sondern es bringt darüber hinaus den im ach so harmlosen Fußballnationalismus enthaltenen massenpsychologischen Wahn in angemessen irrer Rede auf den Punkt:

"Auch vor dem zweiten Vorrundenspiel heute gegen Serbien in Port Elizabeth wird die deutsche Mannschaft dieses Ritual pflegen. Es ist ihr besonders in diesen Tagen heilig, in denen sie ihrem selbst gewählten Schlachtruf „Power within“ folgt, also versucht, die Kraft aus sich selbst heraus zu ziehen (...) Das Gesagte ist meist trivial. Es ist eher die Geste, die zählt, wenn die deutschen Nationalspieler vor dem Anpfiff einen Kreis bilden. Es ist der Akt, aus dem sie Kraft schöpfen, wenn sie sich umarmen und die Köpfe zusammen stecken, bevor zwei, drei Mann Dinge brüllen wie „Packen wir sie“ oder „Das ist unser Ding“ (...) Das nächste Ziel ist klar definiert: heute ein Sieg gegen Serbien"

Der Triumph des Willens also, der zum Sieg führt. Packen wir sie, die Serben, das ist unser Ding: 2010, 1999, 1941, und 1915. DEUTSCHLAAAAND!

Donnerstag, Juni 03, 2010

Hundt will 6 Milliarden Euro

Allein 1,5 Milliarden Euro ließen sich bei älteren Arbeitslosen sparen, wenn diese nur noch zwölf Monate Arbeitslosengeld I bekommen, so Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt in der "Welt". Auch das höhere Arbeitslosengeld für Arbeitslose mit Kindern müsse gestrichen werden. Kürzen will Hundt auch bei Arbeitslosen, die sich weiterbilden.

Bei mir zu Hause ist das so: Der Hund will ständig irgendwas! Aber man darf da nicht nachgiebig sein, sonst verzieht man ihn nur. Wenn er nervt, muss er raus, und bleibt da auch. Aus! Pfui!

Samstag, April 24, 2010

Ist es wieder soweit?

Die halbamtliche Nachrichtenagentur Tagesschau meldet: nicht etwa die deutsche Regierung im Auftrag des Volksgenossen Steuerzahlers, nein, eine Kabale angelsächsischer Spekulanten verspeist beim Dinner in New York City genüsslich Griechenland und den Euro und saugt zum Dessert am Mark des deutschen Autofahrers.

Freitag, Februar 12, 2010

Feuer und Eis

Die Grünen fordern einen "massiven Angriff gegen Eis und Schnee". Muss ich jetzt in den Luftschutzkeller...?

Sonntag, Februar 07, 2010

Alleindemokraten

Neues Wort erfunden: "Alleindemokraten". Das sind solche Demokraten, für die andere Demokraten nur dann Demokraten sind, wenn sie ihrer Meinung sind. Hubertus Knabe zum Beispiel ist so ein Alleindemokrat, und sein persönlicher Kontakt beim RBB vermutlich auch.

Mittwoch, November 18, 2009

Form und Inhalt

"Bundespräsident Köhler hat im Schloss Bellevue zwölf Gegner des SED-Unrechtsstaates mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet", darunter den idiosynkratischen Totalitaristik-Experten Hubertus Knabe (s.u.!); als Begleitmusik ließ man sich "Deutschland, Deutschland über alles" vorsingen. Der rbb meint, das sei "die falsche Strophe" gewesen. Ich meine: das passt schon. Offen bleibt, ob ich es noch erleben werde, dass man Gegnern des CDU-SPD-Rechtsstaates auch mal etwas etwas anhängt. Eine Auszeichnung, meine ich.